DDoS-Angriff auf RWE-Website

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Unbekannte haben die Website des Energiekonzerns RWE mit einer DDoS-Attacke zeitweise lahmgelegt. (Foto: Adikos, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Die Website des Energiekonzerns RWE war Ziel eines Cyber-Angriffs. Infolgedessen war die Internetpräsenz zeitweise nicht erreichbar. Es kann vermutet werden, dass hinter dem Angriff Aktivisten stehen, die die Rodung des Hambacher Forstes in Nordrhein-Westfalen durch das Unternehmen verhindern wollen. Dafür sprechen Drohungen, die im Vorfeld ausgesprochen wurden. Bestätigen lässt sich der Zusammenhang derzeit nicht.

Hacker haben die Website mittels einer DDoS-Attacke lahmgelegt. Das heißt, dass sie vorsätzlich eine Flut von Anfragen erzeugt haben, die der Server für den Website-Betrieb nicht mehr verarbeiten konnte. IT-Spezialisten von RWE seien mit der Lösung des Problems beschäftigt. Mittlerweile ist die Website wieder erreichbar. Das Unternehmen habe Strafanzeige gegen unbekannt erstattet.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) steht mit RWE in Kontakt. Der Präsident Arne Schönbohm erklärt: “Der Cyber-Angriff auf RWE zeigt deutlich, dass Konflikte sich jederzeit in den Cyber-Raum übertragen können. Im aktuellen Fall ist die Informationswebseite des Unternehmens betroffen, jedoch keine kritische Dienstleistung. Man darf dies daher nicht dramatisieren, aber dennoch müssen wir solche Angriffe ernst nehmen. Denn in Krisensituationen sind Informationen und die Möglichkeit der schnellen Kommunikation über das Internet von besonderer Bedeutung.”

Schutz vor DDoS-Angriffen

Erst kürzlich hat das BSI Empfehlungen zum Schutz vor DDoS-Attacken veröffentlicht. Ein Kriterienkatalog soll bei der Auswahl eines qualifizierten Abwehrdienstes helfen. Als Kernanforderungen werden unter anderem eine redundante Internet-Verbindung, Filtermöglichkeiten für gängige Internetdienste und die 24×7-Erreichbarkeit genannt. Außerdem sollen Dienstleister die Datenschutzbestimmungen des Kunden spiegeln. Die Cyber-Sicherheitsbehörde hat auf ihrer Website außerdem ein Dokument veröffentlicht, in dem sie geeignete Anbieter zur Abwehr von DDoS-Angriffen auflistet.

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