GCHQ-Lauschangriff auf Belgien bestätigt

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Der britische Nachrichtendienst GCHQ hat Datenverkehre bei einem belgischen Telekomprovider abgezogen, wie nun auch die Staatsanwaltschaft bestätigt. (Foto: Robert, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Die belgische Staatsanwaltschaft geht offenbar davon aus, dass ein Cyber-Angriff auf den Telekommunikationsprovider Belgacom durch den britischen Nachrichtendienst GCHQ (Government Communications Headquarters) verübt wurde. Das geht aus einem vertraulichen Bericht hervor, der vor Abschluss der offiziellen Untersuchung des Vorfalls bekannt geworden ist.

Die Anschuldigungen stehen seit den Enthüllungen Edward Snowdens 2013 im Raum. Belgacom hatte infolgedessen eingeräumt, von einem Spähangriff betroffen gewesen zu sein und Anzeige gegen Unbekannt erhoben. Zum Kundenkreis der Telekomgesellschaft gehören nicht nur belgische Unternehmen und Behörden, sondern auch die in Brüssel ansässigen Institutionen der Europäischen Union.

Die belgische Staatsanwaltschaft geht laut ihrer Rekonstruktion von einem gezielten Cyber-Angriff des GCHQ zum Zwecke der Spionage aus. An einer Genehmigung von höchster Stelle bestehe kein Zweifel.

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