Streitpunkt: Zulieferverkehr

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Der Zuliefererverkehr belastet die Städte, vor allem in Zeiten von e-Commerce. Lösungen werden gesucht, aber bei weitem noch nicht gefunden. (Foto: Th. Reinhardt, www.pixelio.de)

“Der Verkehr in Berlin wird dichter. Aber wie sollen wir ihn gestalten? Die Senatsverwaltung und die Bezirke stellen hierfür mehr Personal ein”, erläutert Dr. Julius Menge von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Dies reiche aber nicht. Mit dem Lösungsansatz, scheint er konträr zur Branche Position zu beziehen.

Viele Großprojekte seien gescheitert, ergänzte er. Mit dem Projekt “KoMoDo” sei eine andere Richtung eingeschlagen worden. “Die großen Akteure sollten lernen miteinander zu sprechen. Denn es geht nur mit geteilten Konzepten voran, weil es nicht genügend Raum für alle Kurier-Express-Post Dienstleister (KEP) in Berlin ist.” Aber “einfach beispielsweise die Lieferungen zusammen zu legen, wie es vielfach gefordert wird”, reiche nicht, so Menge. Die Zulieferer würden am Zuliefern verdienen. Deshalb sollte die Endauslieferung weiterhin in deren Hand bleiben, aber gemeinsame Lager-Logistik-Lösungen ausgearbeitet werden.

Das Thema bewegt ebenso die Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG). Diese hat mehrere Ideen, um die Verkehrslast des Individualverkehrs zu senken. Aktuell werde der “BerlKönig” ausgetestet – ein Großraum-Taxi: Mittels App können Reisende es bestellen. “Am ersten Wochenende haben wir über 1.000 Fahrten verbucht und mehr als 5.000 registrierte Kunden gewonnen”, sagte Dr. Henrik Haenecke, ein Vorsitzender der BVG auf der IHK Veranstaltung “Tag der Verkehrswirtschaft 2018”.

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