Cyber-Angriff auf die OPCW / EU beschuldigt Russland

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Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Den Haag war im April Ziel eines Cyber-Angriffs. Hochrangige Vertreter der Europäischen Union machen dafür den russischen Militärgeheimdienst GRU verantwortlich. Der Angriff sei von niederländischen Geheimdiensten in Zusammenarbeit mit dem Vereinten Königreich unterbrochen worden.

In einer gemeinsamen Erklärung von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, EU-Ratspräsident Donald Tusk und der Hohen Vertreterin Federica Mogherini heißt es: “Wir bringen ernste Besorgnis über diesen Versuch zum Ausdruck, die Integrität der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), einer angesehenen internationalen Organisation, die in den Niederlanden ansässig ist, zu untergraben. Dieser aggressive Akt zeigte Missachtung des Zwecks der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), die sich im Rahmen eines Mandats der Vereinten Nationen für die weltweite Vernichtung von chemischen Waffen einsetzt.”

Bereits zuvor hatte der britische Außenminister Jeremy Hunt erklärt, dass der russische Geheimdienst hinter einer Reihe weltweit durchgeführter Cyber-Angriffe auf politische Institutionen, Unternehmen und Medien stecke. Dieser Darstellung hatten sich kurz darauf auch der australische Premierminister Scott Morrison und die niederländische Verteidigungsministerin Ank Bijleveld angeschlossen.

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