Digitale Einsatztruppe gestartet

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Baden-Württemberg hat als erstes Bundesland ein “Virtual Operations Support Team” aufgebaut. Dieses besteht aus 40 Personen, die ehrenamtlich im Bevölkerungsschutz tätig sind. Sie sollen bei Großschadenslagen oder im Katastrophen- beziehungsweise Krisenfall die Sozialen Medien beobachten, analysieren und ihre Ergebnisse dem jeweiligen Katastrophenschutzstab zur Verfügung stellen.

Innenminister Thomas Strobl (CDU) zeigte sich überzeugt, dass die Arbeit des Teams “eine ganz entscheidende Voraussetzung für eine erfolgreiche Lagebewältigung im digitalen Zeitalter” sei. “Für den Bevölkerungsschutz sind die Sozialen Medien Chance und Herausforderung zugleich. Sie ermöglichen einerseits einen schnellen Austausch von Informationen, andererseits kann alleine die Daten- und Informationsflut eine Organisation auch schnell überfordern”, so der Ressortchef weiter.

So seien nach dem heftigen Erbeben in Neuseeland im Jahr 2011 dort pro Stunde 7.500 Tweets im Zusammenhang mit dem Ereignis abgesetzt worden. Allein um dieser Informationsflut Herr zu werden und sie sinnvoll zu nutzen, müssten die Arbeitsprozesse angepasst werden. Gerade in Zeiten von Fake News sei die Tätigkeit des neuen Teams besonders verantwortungsvoll und wichtig. Für eine erfolgreiche Lagebewältigung seien die Stäbe darauf angewiesen, nicht nur schnell, sondern auch zuverlässig auf Informationen zurückzugreifen und umgekehrt falsche Informationen in den Sozialen Medien sofort korrigieren zu können, meinte Strobl.

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