Ballistische Schutzhelme für nordrhein-westfälische Polizei

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Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) hat in Köln die ersten von insgesamt 5.000 neuen ballistischen Schutzhelmen an Beamte der Landespolizei übergeben. Sie schützen die Sicherheitskräfte vor allem im Frontbereich vor Beschuss aus Schnellfeuergewehren, Messerstichen, Flammen und Säure. Bis Ende des Jahres sollen alle Streifenwagen im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland mit den Helmen ausgestattet sein. Dafür sind rund 18 Millionen Euro eingeplant.

Ausgestattet werden die Beamten mit Titan-Aramid-Helmen des Modells HOPLIT F 110 H von Ulbrichts Protection. Dieser schützt in Kombination mit dem modularen Fortis-Stirnschild sogar vor Kalaschnikow-Beschuss und entspricht den Kriterien der Prüfstufe VPAM 6. Dabei handelt es sich um das derzeit höchste Schutzlevel. Jeder Helm wiegt – inklusive Schild, Visier und Adapter – 3,3 Kilogramm. Reul sagte zu dem Kopfschutz: “Dieser Helm kombiniert ein Maximum an Sicherheit mit akzeptablem Tragekomfort. Nicht nur bei längeren Einsätzen ist das ein wichtiger Aspekt.” In Zeiten des Terrors seien diese hochmodernen Helme ein Muss, damit auch der Kopf als mögliche Zielscheibe vor Schüssen geschützt, sei. “Denn nur wenn die Polizei im Ernstfall handlungsfähig bleibt, kann sie die Menschen auch schützen”, sagte der Ressortchef.

Der ballistische Schutzhelm ist – zusammen mit dem Stirnschild – in der Lage, die Geschossenergie eines Kalaschnikow-Projektils (7,62 mm x 39 Eisenkern) von mehr als 2.000 Joule und einer Geschwindigkeit von rund 720 Metern pro Sekunde auf deutlich unter 25 Joule zu reduzieren. Damit werde ein frontaler Kopftreffer überlebbar, hieß es vom Hersteller.

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