Interpol-Präsident zurückgetreten

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Der Präsident der internationalen Polizeiorganisation Interpol, der Chinese Meng Hongwei, ist mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. Zuvor war er nach einer Reise in sein Heimatland im vergangenen Monat vermisst worden. Die chinesischen Behörden bezichtigen Hongwei, der seit 2016 an der Interpol-Spitze stand, der Korruption.

Meng habe “Bestechungsgelder angenommen” und werde verdächtigt, “gegen das Gesetz verstoßen” zu haben, hieß es aus dem Pekinger Sicherheitsministerium. Er stehe unter “Aufsicht”, so die Disziplinarkommission der Kommunistischen Partei Chinas. Hinter diesem Terminus verbirgt sich in aller Regel eine Inhaftierung. Meng bekleidet neben seiner Funktion bei Interpol mit Sitz im französischen Lyon in China den Posten eines Vizeministers für öffentliche Sicherheit.