Gefährdungslage weiterhin angespannt

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BSI-Präsident Arne Schönbohm betonte die Rolle einer starken zentralen Cyber-Sicherheitsagentur, um den Gefahren für die Informationssicherheit in Deutschland Herr zu werden. (Foto: BS/Dombrowsky)

Bei der Cyber-Sicherheit in Deutschland bleibt die Lage besorgniserregend. Die Qualität der Angriffe nimmt zu und mit der Digitalisierung und Vernetzung in Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft nimmt gleichzeitig die Angriffsfläche zu. Sicherheitsvorfälle der letzten Monate wie Spectre/Meltdown oder Efail richten sich gegen Grundpfeiler der Informationstechnologie. Besonders problematisch ist die hohe Dynamik der Angreifer, bei der Entwicklung und Anpassung von Schadsoftware und Angriffsmethoden. Das erfordert entsprechende Flexibilität aufseiten der Cyber-Abwehr.

So das Fazit aus dem “Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2018”, den Bundesinnenminister Horst Seehofer gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Arne Schönbohm vorgestellt hat.
Letzterer stellte klar: “Wenn wir unsere führende Position behalten und “Made in Germany” auch im Cyber-Raum weiterhin als Markenzeichen gelten soll, dann dürfen wir nicht nachlassen, den Dreiklang aus Digitalisierung, Vernetzung und Innovationsgeschwindigkeit mit kreativen und praxisrelevanten Angeboten für mehr Cyber-Sicherheit zu verstärken.” Das BSI als zentrale Cyber-Sicherheitsbehörden brauche dazu die entsprechende finanzielle und personelle Ausstattung.

IT-Sicherheitsgesetz wird fortgeschrieben

Um der Gefährdungslage “weiterhin auf Augenhöhe begegnen zu können”, sei eine Weiterentwicklung politischer Maßnahmen der letzten Jahre erforderlich, sagte Seehofer. “So arbeiten wir derzeit an einem Entwurf für ein IT-Sicherheitsgesetz 2.0, das unter anderem Voraussetzungen für ein einheitliches IT-Sicherheitskennzeichen schaffen und auch die Hersteller von Software und Hardware in den Fokus nehmen wird. Auch die Befugnisse des BSI und die Pflichten von Teilen der Wirtschaft von besonderem öffentlichem Interesse werden derzeit auf einen Prüfstand gestellt”

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