Keine Warnung vor Superzellen möglich

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Im Vorfeld von Hochwasserereignissen (Foto) müssen sich Verantwortliche auf kommunaler Ebene unbedingt mit den Gefahren- und Risikokarten ihrer Regionen vertraut machen. Ansonsten ist keine effektive Gefährdungsanalyse möglich. (Foto: kladu, www.pixelio.de)

Jede Form des Hochwasserschutzes hat ein grundlegendes Problem: Vor meteorologischen Superzellen kann nicht gewarnt werden. Und auch vor Starkregen und Sturzfluten kann nur mit einem Vorlauf von maximal 30 Minuten gewarnt werden. Umso wichtiger ist es, dass die Verantwortlichen auf der kommunalen Ebene die jeweiligen Risiko- und Gefahrenkarten kennen.

Davon zeigte sich Prof. Dr. Martin Socher vom sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft überzeugt. Man könne zudem nur vor die Lage kommen und eine effektive Risikobewertung vornehmen, wenn es präzise Vorhersagen sowie funktionierende Modelle gebe. Socher verlangte: “Wir müssen den Bürger immer wieder für die potenzielle Gefahrenlage bei Hochwasser sensibilisieren.” Dies geschehe am besten anlassbezogen, so der Vertreter des Dresdner Ministeriums. Und noch ein Punkt war ihm wichtig: Nach Überschwemmungen hätten Sicherungsmaßnahmen immer Vorrang vor dem Wiederaufbau. Dies gelte insbesondere bei anhaltend schwierigen Wetterlagen.

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