Kreis Mettmann schließt sich KRZN an

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Zum 1. Januar tritt der Kreis Mettmann dem KRZN bei, der gesamte Umstellungsprozess wird allerdings bis zu sechs Jahre dauern.(Foto: dlohner/CC0/www.pixabay.com)

Der Kreis Mettmann tritt zum neuen Jahr dem Verbund des Kommunalen Rechenzentrums Niederrhein (KRZN) bei. Der Kreistag beschloss auf seiner jüngsten Sitzung, sich dem Zweckverband anzuschließen, der bisher neben den Städten Bottrop und Krefeld auch die Landkreise Kleve, Viersen und Wesel umfasst. Um den Zusammenschluss perfekt zu machen, wird das KRZN nach der Bestätigung durch den Kreistag nun einen Fusionsvertrag mit dem Kreis Mettmann aushandeln, der im Anschluss in die zuständigen Gremien beider Seiten eingebracht wird.

Kreis und Rechenzentrum versprechen sich durch den Zusammenschluss vor allem Kosteneinsparungen und qualitative Verbesserungen in der IT. So wird der Kreis Mettmann durch seinen Beitritt rund zehn Prozent der IT-Kosten einsparen. Gleichzeitig zeigt sich der Kreis überzeugt von der Eigentümerstruktur mit ausgewogenen Stimmrechten und vor allem auch von der verbesserten Position im stetig wachsenden Wettbewerb um IT-Fachkräfte. Auch die bisherigen Mitglieder freuen sich über die Effizienzgewinne durch den Zuwachs aus Mettmann: “Wir versprechen uns von der Zusammenarbeit Synergieeffekte unter anderem bei der Bereitstellung von Fachanwendungen, beim technischen Betrieb, bei der Hardware-Beschaffung und im administrativen Bereich”, erklärte dazu Dr. Andreas Coenen, Verbandsvorsteher des Rechenzentrums.

Der Kreis Mettmann tritt dem Verbund zum 1. Januar 2019 bei, der gesamte Umstellungsprozess wird allerdings etwa vier bis sechs Jahre dauern. Beginnen wird dieser mit einem etwa einjährigen Migrationsprozess des Finanzwesens auf eine Lösung aus dem Hause SAP. Die 61 Mitarbeiter aus der bisherigen Kreis-IT können sich aussuchen, ob sie in der Kreisverwaltung bleiben wollen oder stattdessen in das gut 50 Kilometer entfernte Kamp-Lintfort wechseln, um im KRZN zu arbeiten.