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Start Verteidigung Quo vadis Britannia?

Quo vadis Britannia?

Aktuell scheinen die Zeichen auf “harten Brexit” zu stehen. Diese Entwicklung ist nicht nur für die Europäische Union (EU) von großer Bedeutung, sondern auch für Sicherheit und Verteidigung des alten Kontinents.

Der Graben, den das Brexit-Referendum aufgeschüttet hat, geht nicht nur durch die britische Gesellschaft, sondern auch durch die Streitkräfte Ihrer Majestät. Feldmarschall a.D. Lord Bramall hob in der Debatte die friedenserhaltende Bedeutung der EU hervor. General a.D. und Feldmarschall e.h. Lord Guthrie hingegen zeigte sich besorgt über Auswirkungen einer künftigen europäischen Armee auf die britischen Streitkräfte und sprach sich deshalb für einen EU-Austritt aus. General a.D. Lord Dannatt nannte als Erklärungsversuch für das britische Votum, dass das Vereinigte Königreich “sich vielleicht damit schwer tat, sich nach seiner imperialen Geschichte damit abzufinden, nur noch eine europäische Nation neben anderen zu sein.”

Aufgrund dieser Entwicklungen bekommt jeder einfache Arbeitsbesuch gleich eine zusätzliche symbolische Bedeutung – so zuletzt Anfang Oktober beim Besuch des britischen Verteidigungsministers Gavin Williamson in der Bundesrepublik. Er fand sich zusammen mit seiner deutschen Amtskollegin Dr. Ursula von der Leyen beim Panzerpionierbataillon 130 in Minden ein. Hier erlebten sie den Bau einer Schwimmbrücke durch deutsche und britische Pioniere über die Weser. Beide Nationen nutzen dazu die Schwimmschnellbrücke “Amphibie M3” von General Dynamics European Land Systems (GDELS).

Ministerin von der Leyen verwies darauf, dass die deutsch-britische Zusammenarbeit sich in der Vergangenheit bewährt und in der Zukunft unvermindert Bestand habe. “Daran wird auch der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union nichts ändern”, sagte sie. Williamson stellte klar, dass die britischen Streitkräfte mit etwa 2.000 Soldaten in Deutschland präsent bleiben werden. Zudem würden Fahrzeuge und Munition hier eingelagert. “Wir arbeiten beim NATO-Programm Enhanced Forward Presence eng zusammen, auch deshalb wollen wir hier eine Basis erhalten“, so der britische Verteidigungsminister. Der Truppenübungsplatz Sennelager bei Paderborn werde ebenfalls weiter von den Briten betrieben. Um all diesen Maßnahmen einen geordneten Rahmen zu geben, unterzeichneten beide Ressortchefs die Absichtserklärung “Joint Vision Statement”.

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