Ein Restrisiko bleibt immer

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Auf dem Breitscheidplatz in Berlin (Foto) kam es Ende 2016 zu einem Terroranschlag. Solche Lagen stellen nicht nur Polizisten, sondern auch Feuerwehrleute und Rettungsdienstangehörige vor neue Herausforderungen. (Foto: Andreas Trojak, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Einsätze der Feuerwehr und des Rettungsdienstes nach Amoklagen und Terroranschlägen sind nie gefahrlos. Ein Restrisiko bleibe trotz aller Vorsichtsmaßnahmen immer. Um dieses zu minimieren, brauche es neue Verhaltensmuster und entsprechende Übungen und Fortbildungen.

Das verlangt Dr. Rolf-Dieter Erbe von der Berliner Feuerwehr- und Rettungsdienst-Akademie. Denn das Grundproblem bei solchen Lagen sei: Die ersteintreffenden Kräfte könnten sich plötzlich und unvermittelt im Einwirkungsbereich eines Straftäters befinden. Schließlich könne ein sogenannter “second hit” nie komplett ausgeschlossen werden. Hinzu komme, dass ein “normaler” Massenanfall von Verletzten (MANV), etwa nach einem größeren Verkehrsunfall, etwas anderes sei als ein MANV bei Terrorlagen.

Insbesondere bei solchen Einsätzen komme es aufgrund der Gefährdungslage darauf an, dass sich kein Feuerwehrangehöriger in der sogenannten “roten Zone”, dem unsicheren Bereich, aufhalte. Nur in der “gelben” und der “grünen” Zone dürften Feuerwehr und Rettungsdienst arbeiten. Je nach Szenario könnte erst das Krankenhaus die “grüne Zone” darstellen, erklärte Thomas Csapo. Und auch im teilsicheren Bereich, der “gelben” Zone, dürfe nur mit geschützten Patientenablagen gearbeitet werden. Außerdem müsse ein Rückzug der Einsatzkräfte jederzeit möglich sein, erläutert der Sachgebietsleiter für Einsatzplanung im Rettungsdienst der sächsischen Landeshauptstadt Dresden.

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