Es gibt eine Bedrohung

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“Als Kern meines Aufgabenbereichs verstehe ich die Gewährleistung der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr.” Das sagte vorgestern General Eberhard Zorn, Generalinspekteur der Bundeswehr, in seiner Keynote bei den 14. Petersberger Sicherheitsgesprächen. In diesem Zusammenhang berichtete er, dass aktuell im BMVg eine neue Strategie “Personal” und eine neue Strategie “Reserve” geschrieben werde.

Die deutsche Bevölkerung habe mittlerweile verstanden, “dass es eine Bedrohung gibt”, so General Zorn, und dass sie in erster Linie von Russland ausgehe. Trotz der Modernisierung der russischen Streitkräfte gehe die größere Gefahr nicht von Panzertruppen, sondern von Cyber-Kriegern aus. Pro Tag gebe es allein auf die Bundeswehr-Netze rund 500 Cyber-Angriffe. Deren Abwehr diene nicht zuletzt der neu aufgestellte militärische Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum (CIR).

Besorgt zeigte sich der Generalinspekteur in Bezug auf Afghanistan. Seit 17 Jahren bemühe sich die internationale Staatengemeinschaft um eine Stabilisierung, doch herrsche dort immer noch ein strategisches Patt mit den Taliban vor. Er erwarte “keine mittelfristige Verbesserung der Sicherheitslage” am Hindukusch.

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