Telekom und Bundeswehr kooperieren bei Cyber-Abwehr

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Cyber-Abwehrspezialisten der deutschen Streitkräfte wollen zukünftig von der Expertise aus der Privatwirtschaft profitieren können. Die Bundeswehr hat dazu eine Kooperation mit der Deutschen Telekom AG beschlossen. Im Kern der Zusammenarbeit sollen regelmäßiger Austausch und gegenseitige Hospitationen stehen. So können Cyber-Soldaten auch Einblicke in den Betrieb des Bonner Cyber-Abwehrzentrums des Großkonzerns erhalten. Dieses gilt als eines der modernsten in Europa. Dort sollen in Zukunft auch gemeinsame Übungen mit dem ebenfalls in Bonn ansässigen Kommando Cyber- und Informationsraum (CIR) stattfinden. Bereits jetzt testet ein “Penetration Team” des Zentrums für Cyber-Sicherheit der Bundeswehr (ZCSBw) den Schutz der eigenen Netze.

Zur Kooperation sagte Generalmajor Jürgen Setzer, Stellv. Inspekteur des Organisationsbereichs CIR und Chief Information Security Officer (CISO) der Bundeswehr: “Mit dieser Vereinbarung gehen wir einen wichtigen Schritt, um im Feld der Cyber-Sicherheit intensiv mit dem größten Betreiber von Netzen in Deutschland zusammenzuarbeiten.” Geht damit die Entwicklung Richtung “Sharing” der Leitstellenfunktion? IT-Fachpersonal sei ohnehin sehr begehrt und nicht immer sofort verfügbar. Daher werde auch auf engere Zusammenarbeit bei der Ausbildung gesetzt.

Der Cyber-Sicherheitschef der Telekom, Thomas Tschersich, ergänzte: “Cyber-Experten von Telekom und Bundeswehr profitieren durch den Austausch. Zusammen leisten wir gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Cyber-Sicherheit der Bundesrepublik.” Ein Ausbau der Kooperation und weitere Vernetzung am Standort Bonn, etwa mit dem ebenfalls dort befindlichen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), wird von beiden Partnern angestrebt.

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