Ein steiniger Weg

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Bei der Umsetzung eines Korruptionspräventionssystems müssen innerhalb von Verwaltungen oftmals große und zahlreiche Widerstände überwunden werden. Dieser Prozess sei ein steiniger Weg. Hinzu komme, dass es oftmals noch ein Tabu sei, über Korruption zu sprechen.

Das berichtete Ralf Kriesemer, Leiter des Referats “Antikorruption” bei der Stadt Neuss. So müsse für die Entwicklung solcher Systeme oftmals zunächst die Führungsspitze der Behörde überzeugt werden. Außerdem werde regelmäßig die Relevanz beziehungsweise Dringlichkeit eines derartigen Leitfadens negiert, kritisierte Kriesemer. Er konstatierte vielmehr: “Korruptionsprävention stellt nicht alle Mitarbeiter unter Generalverdacht, sondern ist ein Schutzmechanismus für ordnungsgemäß arbeitende Beschäftigte.”

Hier wollte Prof. Dr. Beatrix Weber nicht widersprechen. Die Leiterin der Forschungsgruppe “Recht in Nachhaltigkeit, Compliance und IT” an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof betonte: “Compliance ist eine präventive Aufgabe der Behördenleitung. Außerdem handele es sich dabei um ein Organisations- und Prozessthema, das “für die öffentliche Hand unabdingbar” sei.

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