Gute Beispiele für KI schaffen

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Künstliche Intelligenz ist mittlerweile ein positiv konnotiertes Trendthema. Aber es beinhaltet noch viele offene Fragen und praktischen Anwendungsbedarf. (Foto: Comfreak, CC0, https://pixabay.com/)

“Die Haltung gegenüber KI entwickelt sich positiv. Wir haben diesbezüglich einen Anstieg zu verzeichnen”, äußert sich Dr. Karoline Krenn, vom Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) zu der Haltung der Gesellschaft zur Künstlichen Intelligenz (KI). Aber dass dieses Vertrauen nicht nur von der Entwicklung der KI an sich, sondern auch vom Menschen abhängt, zeigt sich in dem gesellschaftlichen Diskurs deutlich.

Im Dezember 2017 standen 47 Prozent der Befragten der KI positiv gegenüber und 25 Prozent waren der Meinung, sie sei eine Bedrohung. Mittlerweile ergab eine Umfrage, dass 65 Prozent diese als Bereicherung und 20 Prozent KI als Bedrohung wahrnehmen.
“Aber nicht alles ist KI, wird aber als KI verkauft. Es ist mehr und mehr zu einem Marketinginstrument geworden”, erläutert Prof. Dr. Harald Peter Mathis vom Fraunhofer SYMILA. Es sei zwar mittlerweile positiv angesehen, habe aber mit der wirklichen Technologie nichts zu tun.

Dr. Stefan Ullrich, vom Weizenbaum Institut, ergänzt auf der Veranstaltung “(Un)ergründlich. Künstliche Intelligenz als Ordnungsstifter” von ÖFIT: “IT-Systeme können gar nicht entscheiden, sondern nur ausrechnen.”
Dennoch sind noch Fragen offen: Was ist möglich, was sinnvoll und was kann dem Bürger zugemutet werden? Mathis plädiert in diesem Kontext “für eine Ethik der KI und der Daten”. Denn die Technologie könne viel bewirken, aber der Mensch müsse weiterhin die Autonomie darüber besitzen.

Erprobungsfelder für KI anwenden

Ein Schritt dahin können Beispiele sein, die Gutes bewirken. Dafür wiederum braucht es Testfelder und Erprobungsräume. Beispielsweise plant das Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ein Kompetenzzentrum, um solche Testfelder zu schaffen. “Wir haben eine Verantwortung für die Menschen, die zu uns kommen, und eine gesamtgesellschaftliche. Wir müssen herausarbeiten, was richtig und falsch im KI-Bereich ist”, erläutert Christian Wolter vom BAMF. Dieses Betätigungsfeld sei eher eine “Spielwiese” als dass die Ergebnisse als Entscheidungshilfen dienlich seien. “Es ist ein Forschungsfeld, in dem wir erproben, was automatisiert werden kann.” Damit solle nicht der Sachbearbeiter wegfallen. Sondern es gehe darum, herauszuarbeiten, wie dieser in seiner täglichen Arbeit mittels KI unterstützt werden könne.

Fachkongress Digitaler Staat

Das Thema KI und das ÖFIT werden ebenso auf dem Digitalen Staat 2019, vom 2. bis 03. April, eine Rolle spielen. Mehr Informationen zur Ausrichtung des Fachkongresses, der im Premierenkino KOSMOS in Berlin stattfinden wird, erhält man auf www.digitaler-staat.org. Auf Twitter, Instagram, YouTube und Facebook wird im Vorfeld der Fachtagung über Inhalte der Digitalisierung, die insbesondere den Public Sector betreffen, berichtet.

 

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