Cyber-Sicherheitsarchitektur 4.0

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Aufgabe von AFCEA Bonn e.V. sei es, Netzwerke für die IT- und Cyber Community zu bilden, so dessen Vorsitzender, Brigadegeneral Armin Fleischmann, Abteilungsleiter Planung im Kommando Cyber- und Informationsraum (CIR) und Vorsitzender AFCEA Bonn. Dem dienten auch Tagungen wie die AFCEA-Fachveranstaltung von Ende September zum Thema “Cyber-Sicherheitsarchitektur 4.0 – Schlüssel zur digitalen Souveränität” in Bonn. Gemeinsames Problem überall in der oberen Bundesverwaltung seien die “personellen Vakanzen”. Deshalb müsse es mehr Austausch zwischen den Akteuren geben. “Wir reden zu wenig miteinander”, so General Fleischmann.

Als viel versprechendes Sicherheitssystem zeichne sich die “Moving Target Defence” (MTD) ab, so Prof. Dr. Gabi Dreo Rodosek, Inhaberin des Lehrstuhls “Kommunikationssysteme und Netzsicherheit” sowie Leitende Direktorin des Forschungsinstituts CODE (Cyber Operations Defence) an der Universität der Bundeswehr in München. Gehärtete IT-Systemteile – wie z.B. IP-Adressen – bewegten sich kontinuierlich, so dass der Angreifer nie wissen könne, wo sich gerade die “Tür” zum Eindringen befinde. Als nächster Schritt würde in der Forschung angedacht, auch die Datensätze selbst im System zu dynamisieren, damit der Angreifer keinen Zugriff bekomme. “Smart Attacks” erforderten eben “Smart Solutions”, so die habilitierte Informatikerin.

Das CODE-Institut sei ein “Ökosystem für Innovation”, betonte Prof. Dreo Rodosek, und das Cyber Cluster der Bundeswehr-Universität in München wolle die Lücke zwischen Industrie und Wissenschaft schließen. 13 neue Professoren, Förderung von Start-up-Unternehmen und der neue Masterstudiengang “Cyber-Sicherheit” als “IT-Talentschmiede”, das seien Pfunde, mit denen ihre Universität wuchern könne. Ziel sei letztlich, optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, “damit die guten Leute hier bleiben”, so die Professorin.
Über eines müsse man sich aber im Klaren sein: “Wir werden nie fehlerfreie Software haben, weil Menschenwerk”, so Fregattenkapitän Dirk Ableiter vom Zentrum für Cyber-Sicherheit der Bundeswehr (ZCSBw) in Euskirchen. Außerdem solle man darauf achten, die bestehenden IT-Systeme “kontinuierlich zu pflegen”, so der Marinestabsoffizier.

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