Digitale Staatskunst

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Kunst kommt von Können! Was muss eine zukunftsgewandte "Digitale Staatskunst" bieten, damit die Bürgerinnen und Bürger sich in Deutschland nicht im digitalen Abseits wähnen? (Foto: karlherl, CC0, https://pixabay.com/)

Der Staat ist im Zeitalter der Digitalisierung im rasanten Wandel begriffen. Die Vernetzung sämtlicher gesellschaftlicher Lebensbereiche schreitet voran. Auch die Verwaltungslandschaft bleibt von den Umwälzungsprozessen auf allen föderativen Ebenen nicht verschont. Der Fachkongress Digitaler Staat, der am 2. und 3. April 2019 im Premierenkino KOSMOS Station macht, widmet sich ausführlich der Zukunftsfrage wie die “Digitale Staatskunst” das Leben der Bürgergesellschaft 4.0 verändern wird.

Die Kommunikation zwischen Bürger und Behörde muss interaktiver werden. Aus dem gesamten Spektrum der kommunalen Daseinsvorsorge erwächst ein neues Paradigma des Regierungshandelns mit einer auf die Digitalgesellschaft modifizierten ethischen Dimension. Die “Digitale Staatskunst” trägt der digitalen Revolution des 21. Jahrhunderts Rechnung und strebt nach Faktoren der Barrierefreiheit, um allen Mitgliedern der Gesellschaft des Staates unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft und Religion sowie Wohnort, den benachteiligungsfreien Zugang zum Netz zu gewährleisten.

Digitalisierung – ein Grundrecht für alle

Eine neue staatstheoretische Auseinandersetzung braucht das Land. Soziale Ungleichheiten müssen vermieden werden. Digitalisierung soll vielmehr ein Grundrecht für alle sein. Eine heißdiskutierte Frage gründet auf dem Aspekt der “Digitalen Souveränität” des Individuums, die zunehmend in Gefahr gerät, wenn man sich die Dimension der Künstlichen Intelligenz (KI) vor Augen führt. Die Sorge vor der Macht der Algorithmen und Enthemmung der Automatisierung von Berufsfeldern – auch im Öffentlichen Dienst – sind Konstanten, mit der sich die “Digitale Staatskunst” bürgerorientiert auseinandersetzen muss.

Chancen und Risiken

Inwiefern dürfen Bots und Rechner die Arbeitswelt der Bürger beeinflussen? Wie viel technischer Fortschritt ist ethisch unbedenklich? Wann muss der Staat zum Wohl des Arbeitnehmers die neuen Technologien an die Leine legen? Oder ist der pessimistische Blick auf die KI zu monokausal gewählt? Welche Chancen erwachsen aus ihr?
All diesen angeschnittenen Problemfeldern widmet sich der Fachkongress Digitaler Staat im April 2019. Mehr Informationen erfährt man auf der Kongresshomepage www.digitaler-staat.org.

Digitale Staatskunst in Bremen

Mit der Frage “Brauchen wir eine neue Staatskunst?” wird sich auch ein Kolloquium der Freien Hansestadt Bremen am 12. und 13. Februar 2019 beschäftigen. Der Bremer Finanz-Staatsrat Hans-Henning Lühr, Mitorganisator der Veranstaltung, ist als Vorsitzender des IT-Planungsrates im Jahr 2019 ebenfalls Schirmherr des Fachkongresses Digitaler Staat. Weitere Informationen zu dem Kolloquium unter folgendem Link.

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