Die Biotonne kommt

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In vielen Kommunen wird die gesetzliche Pflicht zur Abfalltrennung nicht umgesetzt. (Foto: Marco Verch, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Sigmaringen hat als letzter Landkreis in Baden-Württemberg der Einführung einer getrennten Sammlung von Bioabfällen zugestimmt. Damit schließt das Land die letzte Biotonnen-Lücke. Obwohl die getrennte Sammlung von Biomüll bundesweit seit Anfang 2015 vorgeschrieben ist, landet, nach Zahlen des Naturschutzbundes (Nabu), in knapp jeder fünften Kommune dieser Abfall noch immer in den Restmülltonnen.

“Den Sigmaringer Kreisräten ist dieser Beschluss nicht leichtgefallen, umso mehr freut es mich, dass sie am Ende eine Entscheidung der Vernunft getroffen haben”, lobt der Landesminister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Franz Untersteller. Neben der gesetzlichen Pflicht zur Getrenntsammlung, entstehe auch ein Vorteil, weil so Bioabfälle als wichtige Ressource hochwertig verwertet werden könnten.

Um die Verwertung sicherzustellen, seien aber noch mehr kombinierte Vergärungs- und Kompostierungsanlagen nötig als bisher. Derzeit werden rund 40 Prozent des häuslichen Biomülls in solchen verwertet. Es gehe also nun darum, die Infrastruktur für die Verwertung von Bioabfällen zu verbessern, so Untersteller.

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