“Ausbildung – eine Frage der Einstellung”

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Pünktlich zum Beginn der Bewerbungsphase für das Ausbildungsjahr 2019 werden Berliner Jugendliche mit Migrationshintergrund erneut durch die nun einjährige Kampagne “Ausbildung – eine Frage der Einstellung” aufgerufen, sich für eine Ausbildung beim Land Berlin zu bewerben.

Waren im Jahr 2006 noch 8,7 Prozent Jugendliche mit Migrationshintergrund unter den neueingestellten Auszubildenden beim Land Berlin, stieg dieser Anteil bis zum Jahr 2017 auf 27,1 Prozent. Trotz dieses Erfolgs sei man noch nicht am Ziel, wie die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach (Die Linke), betont. “Eine eigene oder familiäre Einwanderungsgeschichte erschwert nach wie vor die Suche nach einem Ausbildungsplatz.” Diese Einschätzung teilt auch der Integrationsbeauftragte des Senats, Andreas Germershausen: “Jugendliche der Zielgruppe scheitern häufiger als andere in den Bewerbungs- und Einstellungsverfahren.”

Die Staatssekretärin für Informations- und Kommunikationstechnik aus der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Sabine Smentek, hebt hervor, dass die Diversität der Bevölkerung auch in Berlins Behörden abgebildet sein müsse. “Die Verwaltung hat bei der interkulturellen Öffnung bereits große Schritte gemacht und muss diesen Weg konsequent weitergehen. Positive Beispiele sind hier besonders die Polizei und das IT-Dienstleistungszentrum,” so Smentek.

Seit Beginn der Kampagne im November 2017 haben sich namhafte Betriebe und Behörden daran beteiligt; etwa das Bezirksamt Neukölln, die Berliner Feuerwehr, die Berliner Bäderbetriebe, verschiedene Wohnungsbaugesellschaften oder die Berliner Wasserbetriebe. Deren Vorständin, Kerstin Oster, betont: “Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es für uns auch ein Weg, motivierte Fachkräfte für die Berliner Wasserbetriebe selbst auszubilden.”

Die Kampagne ist Teil des Projekts “Berufliche Qualifizierung junger Migrantinnen und Migranten – Berlin braucht dich!”, welches aus Mitteln der Europäischen Union (Europäischer Sozialfonds) und des Landes Berlin gefördert wird.

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