Kampfjet F-35 in den Schlagzeilen

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Mit einem Volumen von knapp 400 Milliarden US-Dollar allein für die amerikanischen Streitkräfte gilt die Lockheed Martin F-35 “Lightning II” aktuell als teuerstes Rüstungsprogramm der Welt. Den ersten US-Kampfeinsatz flogen Ende September Flugzeuge der Version F-35B des U.S. Marine Corps (USMC). Abgehoben haben die Kurzstartflugzeuge mit Senkrechtlandekapazität (STOVL) vom Hubschrauberträger “USS Essex”, um Ziele in Afghanistan anzugreifen. Nur einen Tag nach diesen Einsätzen stürzte die erste “Lightning II”, eine F-35B des USMC, nahe der Air Station Beaufort im US-Bundesstaat South Carolina ab; der Pilot konnte sich retten.

Den allerersten Kampfeinsatz überhaupt ist das Modell F-35 der israelischen Luftwaffe bereits im Mai geflogen. Dabei sollen F-35I “Adir”, die auf der Air Force-Version F-35A basieren, Bodenziele im benachbarten Syrien angegriffen haben.

Hervorgegangen ist die F-35 aus dem “Joint Strike Fighter”-Programm (JSF) der US-Streitkräfte. Erstmals beschaffen Air Force, Marine Corps und Navy dasselbe Basismodell eines Kampfflugzeuges. Das Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug “Lightning II” gilt bei der Bundeswehr als eine marktverfügbare Option für die Nachfolge des in die Jahre gekommenen Kampfflugzeugs “Tornado”. Die F-35 wurde dieses Jahr erstmals öffentlich in Deutschland auf der ILA Berlin Air Show gezeigt.

Generalleutnant a.D. Karl Müllner, bis Mai Inspekteur der Luftwaffe, hatte sich dezidiert für das US-Produkt ausgesprochen. Verteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen scheint jedoch den Eurofighter zu präferieren. Es wurde spekuliert, dass die Versetzung General Müllners in den vorzeitigen Ruhestand nicht zuletzt auf diesen Dissens zurückzuführen sei.

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