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Keine humanitäre Hilfe für Millionen Menschen

In diesem Jahr werden weltweit rund 40 Millionen Menschen keine humanitäre Hilfe im Rahmen erhalten. Insbesondere in Gebieten, in denen Krisen bereits lange andauern, bekommen internationale Helfer oftmals keinen Zugang zu den Menschen in Not oder es stehen nicht genügend Finanzmittel für humanitäre Hilfe bereit.

Das geht aus dem aktuellen Weltkatastrophenbericht der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften hervor. Dem Dokument zufolge waren darüber hinaus in den letzten zehn Jahren 827 Millionen Menschen auf der ganzen Welt von extremer Hitze und Dürren betroffen. Weitere 730 Millionen litten unter den Folgen von Überschwemmungen.

Der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Christian Reuter, sagte zu dem Bericht: “Die Zahlen zeigen, dass wir neue Wege in der Katastrophenvorsorge gehen und mehr als bisher vorausschauend handeln müssen.” Schließlich ließen sich vor allem klimabedingte Risiken inzwischen häufiger prognostizieren.

Als vielversprechend für die Zukunft bezeichnete Reuter den Ansatz der vorhersagebasierten Finanzierung. Dessen Kernelement sei es, dass auf der Grundlage von Extremwettervorhersagen sowie definierten Schwellenwerten bereits humanitäre Hilfe geleistet werde, bevor eine Katastrophe eintrete. Zu konkreten Maßnahmen des sogenannten Forecast-based Financing gehöre es etwa, Häuser sturmfest zu machen, Nahrung und Saatgut vor Unwettern zu sichern oder rechtzeitig Geld für Evakuierungen bereitzustellen. In Pilotprojekten verfolge das DRK diesen Ansatz momentan in Bangladesch, Vietnam, Mosambik, Uganda, Togo, Ecuador, Peru und auf den Philippinen, so Reuter.

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