Niedersachsen weitet Einsatz aus

0
188

In Niedersachsen wird die Prognosesoftware PreMAP ab sofort in weiteren Polizeiinspektionen genutzt. Mit dem Programm lässt sich das Risiko von Einbrüchen in einem bestimmten Gebiet vorhersagen. Das erlaubt lageangepasste polizeiliche Maßnahmen, wie etwa eine temporäre erhöhte Präsenz der Beamten.

In der nun begonnenen zweiten Pilotphase wird die Anwendung “Predictive Policing Mobile Analytics” in 15 Polizeiinspektionen zum Einsatz kommen. PreMAP zeigt den Beamten nun nicht mehr nur Einbruchsrisikogebiete an, sondern verknüpft auch weitere ergänzende Einsatzinformationen der Kriminalitätsanalyse zeitlich und geografisch miteinander. Mittels eines “Kriminalitätsradars” werden bestimmte weitere Straftaten – und damit nicht mehr nur Einbruchsdelikte – aus der Vergangenheit abgebildet.

Innenminister Boris Pistorius (SPD) sagte anlässlich der Ausweitung: “Als wir Anfang 2017 mit der Pilotierung von PreMAP begonnen haben, waren wir auch vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus den Ballungszentren zum Beispiel in den USA sehr gespannt auf die Ergebnisse. Wir haben zu PreMAP zumeist positive Rückmeldungen der Beamtinnen und Beamten bekommen.” Die Software sei ein weiterer Baustein, um möglichst viele Taten zu verhindern, so der Hannoveraner Ressortchef. Eine erste PreMAP-Version war im vergangenen Jahr bereits in Pilotdienststellen in Salzgitter-Peine-Wolfenbüttel und Wolfsburg sowie später noch in Osnabrück erprobt worden.

Künftig kommt die Anwendung in den Polizeiinspektionen Braunschweig, Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch, Göttinger – Hannover-Ost, Hannover-Süd, Hannover-West, Hannover-Mitte, Harburg, Hildesheim und Osnabrück zum Einsatz. Gleiches gilt für Dienststellen in Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen, Oldenburg-Stadt/Ammerland, Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel, Wilhelmshaven/Friesland sowie Wolfsburg/Helmstedt.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here