Thüringen und Sachsen kooperieren mit dem BSI

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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) begrüßt zwei weitere Länder im Kreise derjenigen, die ihre Zusammenarbeit mit der Cyber-Sicherheitsbehörde auf formalem Wege festhalten. In Dresden unterzeichneten der BSI-Präsident Arne Schönbohm und Thomas Popp, sächsischer Chief Information Officer (CIO) und Amtschef in der sächsischen Staatskanzlei, eine entsprechende Absichtserklärung.

Dazu sagte Popp: “Die Bedrohung der Informationssicherheit ist auch für die öffentliche Verwaltung sehr real. Cyber-Kriminalität macht nicht halt an Ländergrenzen. Deshalb ist eine enge Vernetzung zwischen Bund und Ländern absolut notwendig. Mit dem BSI haben wir einen starken und kompetenten Partner an unserer Seite, um Herausforderungen zu meistern und in der Cyber-Abwehr erfolgreich zu sein.”

Schönbohm warb für die Möglichkeiten des BSI, Länder im gesetzlichen Auftrag zu beraten und zu unterstützen: “Als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde bauen wir unsere Kooperation mit den Bundesländern ganz bewusst weiter aus und stellen dabei die im Bund bewährten Dienstleistungen, das Know-how und die Produkte des BSI den Ländern gezielt zur Verfügung.”

Geplant sind ein verstärkter Austausch zu Prävention und IT-Krisenmanagement, gegenseitige Hospitationen und die Bereitstellung von technischer Expertise des BSI bis hin zu Web-Checks und Penetrationstests vor Ort. Auch beim Aufbau eines landesweiten Informationssicherheitsmanagementsystems will der Freistaat Sachsen auf Unterstützung durch das BSI zurückgreifen.

Kooperation in Thüringen

Auch Thüringen will die Zusammenarbeit mit dem BSI vertiefen. Auf dem ersten Thüringer e-Government-Kongress in Erfurt unterzeichnete der Finanzstaatssekretär und Landes-CIO Dr. Hartmut Schubert eine Absichtserklärung mit dem BSI-Vizepräsidenten Dr. Gerhard Schabhüser. “Die Gestaltung der Cyber-Sicherheit in der Digitalisierung kann nur durch einen gemeinsamen Ansatz von Bund und Ländern zum Erfolg führen”, betonte Schabhüser. Dabei gelte es, den Aufbau von Doppelstrukturen zu vermeiden.
Das Thüringer Finanzministerium will sich künftig mit dem BSI im Bereich Aus- und Fortbildung austauschen. Bei der Beschaffung von Produkten soll die Cyber-Sicherheitsbehörde beratend und unterstützend herangezogen werden. Auch beim weiteren Aufbau des ThüringenCERT und bei der Umstellung der Landesverwaltung auf den modernisierten IT-Grundschutz soll das BSI seine Expertise bereitstellen.

Mit den Freistaaten Thüringen und Sachsen haben nun insgesamt acht Länder Absichtserklärungen mit dem BSI. Weiter Länder wollen folgen. Angedacht ist die Fortsetzung der Kooperationen in Form von Verwaltungsvereinbarungen.
Mehr zur BSI-Länder-Zusammenarbeit sowie einen Namensbeitrag des thüringischen Finanzstaatssekretärs lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Behörden Spiegel, November 2018 Seite 38.

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