Cyber-Sicherheit stand im Mittelpunkt

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Auf der Gründungsveranstaltung des "Cyber Security Clusters e.V." im Alten Rathaus in Bonn wurden die ersten Eckpfeiler zu mehr Cyber-Sicherheit gesetzt. Der Vorsitzende des Vereins, Dirk Backofen (Leiter Telekom Security), möchte Bonn zum Zentrum der Cyber Security Europas machen. (Foto: Behörden Spiegel)

Der Verein “Cyber Security Cluster Bonn e. V.” hat im Alten Rathaus in Bonn seine Gründung offiziell bekanntgegeben. Der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, war bei der Veranstaltung zugegen und konstatierte der Bundesstadt eine gute Ausgangsbasis für die Cyber-Sicherheit des städtischen Raumes – jedoch mit einem Haken: “Wir haben hier alles am Standort, uns fehlt nur das Marketing.” Außerdem betonte der IT-Experte, dass eine “integrierte Wertschöpfungskette der Cyber-Sicherheit” in Bonn etabliert werden solle.

Im Verein “Cyber Security Cluster Bonn” kooperieren neben dem BSI, das Kommando Cyber- und Informationsraum der Bundeswehr (KdoCIR), die Deutsche Telekom AG, das Fraunhofer Institut FKIE, die Universität Bonn, die Hochschule Rhein-Sieg sowie weitere starke Partner. Ihr Ziel: Eine widerstandsfähige Cyber-Sicherheitsarchitektur in Bonn aufzubauen, die vor Attacken aus dem Cyber-Raum besser gefeit ist.

Quantenphotonik soll Maßstab sein

Der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Professor Dr. Raimund Neugebauer, sprach vor den geladenen Experten von der exponierten Bedeutung des “Ökosystems Cyber-Sicherheit” für eine Gesellschaft, die immer nachhaltiger vom Komplex der Digitalisierung durchdrungen wird. Neugebauer verwies auf die Vielschichtigkeit der Bonner Initiative und formulierte den Plan, mit fünf Fraunhofer-Instituten sowie dem Helmholtz-Institut “eine absolut sichere Kommunikationsverbindung auf Basis der Quantenphotonik” zu entwickeln.

“Armee der Guten”

Dirk Backofen, Leiter Telekom Security, ist Vorsitzender des “Cyber Security Clusters Bonn”. Er möchte Bonn zum Zentrum der Cyber Security Europas machen und sprach von einer “Armee der Guten”, mit dem Ziel eine effizientere Cyber-Sicherheit zu realisieren. Für diese Herkulesaufgabe werden erfahrene Player benötigt. So ist auch die Bundeswehr mit im Boot. Generalmajor Jürgen Setzer, der Stellvertretende Inspekteur des Organisationsbereich CIR, sprach in diesem Zusammenhang von seinem Wunsch einer guten Zusammenarbeit in diesem Cluster, in dem auch die Bundeswehr einen Beitrag leisten möchte.

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