“Masterplan Luftreinhaltung” in Dresden vorgestellt

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Damit die Luft der Stadt sauberer wird, hat Dresden nun den Masterplan zur Luftreinhaltung veröffentlicht, mit dessen Maßnahmen dies bewerkstelligt werden soll. (Foto: cocoparisienne, CC0, https://pixabay.com/)

Dresden will mit einem Masterplan die vom PKW- und LKW-Verkehr ausgestoßenen Schadstoffmengen, insbesondere Feinstaub und Stickoxide, reduzieren und umweltfreundliche Verkehrsarten in und um Dresden stärken. Hierfür hat sie den “Masterplan Luftreinhaltung” (Green City Plan) erarbeitet. Aber es werden noch die finanziellen Ressourcen hierfür benötigt.

Die Grundlage bilden Maßnahmen zur Gestaltung nachhaltiger und emissionsarmer Mobilität. Für deren Umsetzung wird ein Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 240 Millionen Euro benötigt. Deshalb hat die Stadt im Rahmen des “Sofortprogramms Saubere Luft 2017 – 2020” Fördergelder der Bundesregierung beantragt, damit es sich refinanziert.
Denn auch die Landeshauptstadt ist von langen Wartezeiten und fehlenden Verbindungen und Haltestellen betroffen, wodurch die Bürger auf das Auto als Verkehrsmittel zurückgreifen. Erhöhung der Luftschadstoffe ist inklusive. Mit dem Green City Plan will Dresden solchen Entwicklungen weiter entgegenwirken, um Luftschadstoffgrenzwerte gemäß EU-Richtlinien künftig deutlich zu unterschreiten. Er enthält insgesamt zehn Maßnahmenschwerpunkte mit 17 Einzelmaßnahmen.

Erste Maßnahmen umgesetzt

Im Rahmen des Masterplans sind beispielsweise mindestens 76 sogenannte intermodale Mobilitätspunkte in der Stadt und im Dresdner Umland geplant. Dort können Verkehrsteilnehmer schnell zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln wie Fahrrad, Straßenbahn, Carsharing-Angeboten –darunter E-Autos – umsteigen. Der erste Mobilitätspunkt am Pirnaischen Platz ging bereits am 21. September 2018 in Betrieb. Neben der stadtweiten öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge will die Stadt außerdem ein Lastenradverleihsystem – inklusive E-Bikes – aufbauen. Vorbilder dafür gibt es beispielsweise aus Dänemark und den Niederlanden. Der Ausbau des Radwegenetzes und ein Fahrrad-Navi, die “Fahrrad-Verbindungsauskunft” soll den Bürgern den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel erleichtern. Dresden will außerdem Pendler-Parkplätze erweitern und ältere Dieselbusse austauschen.

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