Feierstunde für Auslandsrückkehrer

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Dagmar Busch, Leiterin der Abteilung "Angelegenheiten der Bundespolizei" im Bundesinnenministerium (BMI) würdigte den Einsatz von deutschen Polizei- und Zollbeamten in Auslandseinsätzen. (Foto: BMI)

Bereits zum neunten Mal haben Vertreter des Bundesinnenministeriums (BMI) aus Auslandseinsätzen zurückgekehrten Polizeibeamten von Bund und Ländern sowie Angehörigen der Zollverwaltung für ihr Engagement gedankt. Dafür wurde in Berlin eine Feierstunde abgehalten, zu der rund 660 Gäste begrüßt werden konnten. Darunter befanden sich mehrere Abgeordnete des Deutschen Bundestages.

Vor ihnen sowie Vertretern des Auswärtigen Amtes, des Bundesverteidigungsministeriums und der Bundesländer würdigte Dagmar Busch, Leiterin der Abteilung “Angelegenheiten der Bundespolizei” im BMI den Einsatz der Rückkehrer. Die Festrede hielt die Generalsekretärin des Europäischen Auswärtigen Dienstes, Helga Maria Schmid. Sie betonte insbesondere, dass die Innere und Äußere Sicherheit untrennbar miteinander verbunden seien. Zudem wies Schmid darauf hin, dass Auslandseinsätze, an denen sich deutsche Sicherheitsbeamte beteiligten, immer auch einen großen Beitrag zur Inneren Sicherheit der Bundesrepublik leisteten.

Ein Beitrag zur Inneren Sicherheit hierzulande

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erklärte: “Deutschland leistet auch weiterhin seinen Beitrag, um Instabilität und Gefährdungen in Krisenregionen wie Terrorismus und grenzüberschreitende Kriminalität einzudämmen.” Damit stärke man zugleich die Innere Sicherheit in Deutschland und Europa. An die Beamten gerichtet, sagte Seehofer: “Ich danke heute allen Polizistinnen und Polizisten aus Bund und Ländern sowie den Zollbeamten im Auslandseinsatz. Ihr Einsatz, Ihr Mut und Ihre Verantwortungsbereitschaft – trotz oft schwieriger Bedingungen – sind ein wichtiger Beitrag zur Inneren Sicherheit in Deutschland.”

Robert Nerud, Polizeioberrat aus Baden-Württemberg, der in der grenzpolizeilichen Mission EUBAM in Libyen im Einsatz war, schließlich machte darauf aufmerksam, dass der Erfolg einer Mission nicht immer sofort messbar sei. Nichts zu tun sei jedoch keine Alternative.

Die Bundesrepublik beteiligt sich derzeit mit rund 230 Beamten der Polizeien des Bundes und der Länder sowie der Zollverwaltung an Auslandsmissionen. Dazu gehören fünf Einsätze der Vereinten Nationen, sieben Missionen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Europäischen Union, die OSZE-Beobachtermission in der Ukraine sowie Einsätze im Rahmen von Frontex und bilateraler Polizeiprojekte in Afghanistan und Tunesien.

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