Für eine bessere Wasserversorgung in Entwicklungsländern

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Große Teile der Weltbevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. (Foto: 2229018, CC0, https://pixabay.com/)

Deutsche kommunale Wasserversorger können künftig Betreiberpartnerschaften mit Wasserver- und -entsorgern aus Entwicklungsländern eingehen. Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller (CSU) kündigte eine entsprechende Initiative an, um die Expertise der deutschen Versorger in die Entwicklungszusammenarbeit einzubringen und damit die Versorgungssituation in Entwicklungsländern zu verbessern.

“30 Prozent der Weltbevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und der Klimawandel stellt uns schon heute vor große Herausforderungen bei der Wasserversorgung, die künftig noch zunehmen werden. Unsere deutschen kommunalen Unternehmen können einen entscheidenden Beitrag leisten, Städte in Entwicklungsländern zu lebenswerten Orten zu machen. Mit den neuen Partnerschaften unterstützen wir ein erfolgversprechendes Modell für die Zusammenarbeit mit kommunalen Unternehmen”, so Müller.

Der Vizepräsident des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), Karsten Specht, betont: “Die Kommunalwirtschaft möchte lokale Akteure in Partnerländern langfristig zu Experten ihrer eigenen Infrastrukturen der Daseinsvorsorge machen. Wir können mit unserem speziellen Betreiber-Know-how die deutsche Entwicklungszusammenarbeit bereichern und geben gern unsere Expertise weiter. Dabei setzen wir auf Beratung auf Augenhöhe: von Praktikern für Praktiker, in einer langfristigen Partnerschaft.”

Bisher wurde dies meist nur punktuell im Rahmen von Projekten bestehender internationaler Kommunalbeziehungen genutzt. “Die neu gestartete Initiative setzt auf die nachhaltige Unterstützung kommunaler Akteure. In sogenannten “Betreiberpartnerschaften” übernehmen kommunale Unternehmen eine zentrale Rolle in der betriebsunterstützenden Beratung”, heißt es vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Am Ende einer Pilotphase soll die Ausweitung des Ansatzes auf weitere Branchen der kommunalen Daseinsvorsorge – wie etwa die Abfall- und Energiewirtschaft – geprüft werden.

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