Mit Sensoren den Stadtraum optimieren

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Damit die "analoge" Stadt zu einer digitalisierten Smart City werden kann, ist eine moderne Sensorik zwingend erforderlich. In Deutschland werden intelligente Projekte getestet, die das urbane Leben verändern. Das Internet der Dinge (IoT) bildet die Basis für eine gelungene Vernetzung. (Foto: geralt, www.pixabay.com)

Im Zuge der digitalen Transformation dringen neue Technologien nicht nur in den virtuellen Alltag ein, sondern auch mehr und mehr in den physischen. Auf Basis von Internet der Dinge (IoT), Künstlicher Intelligenz (KI) und Algorithmus-gesteuerten Systemen starten mehr und mehr Kommunen in Deutschland erste Versuche mit Smart City-Projekten.

So gibt es in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn und in Cottbus seit dem Sommer ein System zur intelligenten Parkraumüberwachung, bei dem der Bürger mithilfe einer App in Echtzeit abfragen kann, ob er am gewünschten Zielort in der Stadt voraussichtlich einen Parkplatz finden wird oder nicht.

Zudem arbeiten einige Kommunen mit smarten Mülltonnen, die den Stadtwerken melden, wenn sie voll oder defekt sind. So kann zum einen sichergestellt werden, dass die Mülltonnen sinnvoll gereinigt und dem Bürger stets zu Diensten sind, zum anderen werden aber auch unnötige Fahrten zu den Standorten vermieden.
Ein drittes aktuelles Projekt in vielen Kommunen in Deutschland ist die Aufstellung selbstdimmender Laternen am Straßenrand, die heller werden, wenn sich Menschen nähern und wieder abdimmen, wenn sie nicht gebraucht werden.

IoT als Basis für die Smart City

Die Basis für diese Vernetzung, und somit für das Modell Smart City an sich, ist das Internet der Dinge. Über das auf Smart City-Anwendungen optimierte Narrowband IoT-Funknetz können Sensoren vernetzt werden und deren Daten zentral gespeichert und verarbeitet werden. Wichtig werden diese Analysen zum Beispiel für eine intelligente Steuerung des Öffentlichen Personennahverkehrs, vor allem aber auch für die Koordinierung von Polizei- und Rettungskräften im Einsatz, um diesen eine möglichst flüssige Anreise zum Einsatzort zu gewährleisten. Auch das künftige Mobilnetzformat 5G wird den Einsatz von IoT-Anwendungen begünstigen.

Auf dem Fachkongress Digitaler Staat, der Anfang April 2019 in Berlin stattfinden wird, werden die Chancen und Wirksamkeiten von Smart Cities in einem Fachforum betrachtet. Dabei sollen Pilotprojekte vorgestellt werden und somit Beispiele gegeben werden, wie sich die Smart City sinnvoll umsetzen lässt.

Das Fachforum “Smart City” wird am zweiten Tag des Fachkongress Digitaler Staat im KOSMOS in Berlin stattfinden. Mehr Informationen zur Konferenz finden sich unter www.digitaler-staat.org.

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