Pilotprojekt am Berliner Breitscheidplatz

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Der Breitscheidplatz (Foto) wird mit verschiedenen Sperrelementen vor Anschlägen mit Kraftfahrzeugen geschützt. (Foto: Sjaak Kempe, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Am Berliner Breitscheidplatz wird es in wenigen Tagen einen in Deutschland bisher einmaligen Zufahrtsschutz geben. Um den dortigen Weihnachtsmarkt zu schützen, werden unterschiedliche Typen von Sperren eingesetzt. Genutzt werden unter anderem mobile Schwerlastpoller, Stahlgitterkörbe mit sandgefüllten Bigbags sowie Stahlsockel mit Beton.

Ihrer Beschaffung vorausgegangen waren ein europaweites Ausschreibungsverfahren und Diskussionen in einer in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport angesiedelten Projektgruppe. Deren Mitglieder sollten untersuchen, in welchem Umfang und auf welche Art und Weise öffentliche Räume in der Bundeshauptstadt effektiv vor Überfahrtaten mit Kraftfahrzeugen geschützt werden können. Alle nun ausgewählten Sperrelemente sind nach den einschlägigen Normen zertifiziert und würden Energien standhalten, wie sie beim Terroranschlag auf den Berliner Breitscheidplatz Mitte Dezember 2016 freigesetzt wurden.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte dazu: “Es gibt nicht den einen goldenen Weg zum Schutz von öffentlichen Plätzen. Wir müssen kontinuierlich lernen und Erfahrungen sammeln.” Dafür sei es wichtig, verschiedene Sperrmaßnahmen zu testen. Eine Blaupause für den Schutz öffentlicher Räume gebe es nicht. Man müsse für jeden Ort die jeweiligen Besonderheiten und Schutzmöglichkeiten herausarbeiten, so der Ressortchef.

In der Projektgruppe, die unter der Leitung der Senatsinnenverwaltung steht, sind Vertreter der Berliner Polizei und Feuerwehr, der Senatsverwaltungen für Finanzen, für Stadtentwicklung sowie für Umwelt und Verkehr aktiv. Ebenfalls beteiligt sind Verwaltungsangehörige der Bezirke Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf.

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