“Mindestens 12.000 Stellen sind offen.”

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Dr. Harald Olschok (Foto: Portugall)

Das sagte gestern Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW), auf der Vergabetagung “Qualitätsanforderungen an Sicherheitsdienstleistungen”, die der Verband und der Behörden Spiegel in Bonn veranstaltet haben.

In den vergangenen Jahren habe die Branche einen regelrechten “Boom – mit allen Begleiterscheinungen –” erlebt: 2017 hätten 6.500 private Sicherheitsunternehmen rund 262.000 Mitarbeiter beschäftigt. Der Grund: Staatliche Stellen seien personell immer weniger in der Lage, die vielfältigen Sicherheitsaufgaben zu bewältigen.

Der BDSW konnte im vergangenen Jahr 900 Mitgliedsunternehmen verzeichnen. “Wir”, betonte der Hauptgeschäftsführer, “sind ein Arbeitgeberverband und verhandeln Tarife in erster Linie mit der Gewerkschaft Verdi in dezentralen Beratungen.” Die Folge: Bundesweit 70 Tarifverträge mit 450 Lohngruppen. Ab 1. Januar des kommenden Jahres werde es keinen Mindestlohn mehr unter zehn Euro geben.

Leider, so Dr. Olschok, gehöre die Türsteherszene, mit denen es viele Probleme gebe, auch zur Branche. Dessen ungeachtet steige die Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen unvermindert. Als ein Beispiel nannte er Notaufnahmen in Krankenhäusern, wo immer mehr Ärzte angegangen würden.

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