“Wir brauchen mehr bezahlbare Wohnungen”

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Der Deutsche Städtetag fordert, den Wohnungsbau zu erleichtern. (Foto: Rainer Sturm, www.pixelio.de)

Der Präsident des Deutschen Städtetages, Oberbürgermeister Markus Lewe, hat sich für mehr bezahlbare Wohnungen in guter Qualität ausgesprochen. Diese Forderung fand im Rahmen der Sitzungen von Präsidium und Hauptausschuss des kommunalen Spitzenverbandes in Karlsruhe statt.

Dabei unterstrich Lewe, dass es sowohl in Groß- und Universitätsstädten als auch in mittleren Städten für weite Teile der Bevölkerung schwierig sei, geeignete Wohnungen zu finden. Im Rahmen der während des Wohngipfels im September in Berlin angekündigten Wohnraumoffensive müssten drei Ziele erreicht werden: Es gehe darum, den Wohnungsbau zu erleichtern, den Mangel an Bauland zu beheben und den Anstieg von Preisen bei Bauland, Baukosten und Mieten zu dämpfen. “Das können Bund, Länder und Kommunen nur gemeinsam mit der Bau- und Immobilienwirtschaft lösen”, sagte Lewe. Das zu knappe Flächenangebot und die hohen Grundstückspreise in wachsenden Städten würden weitere Probleme für den Wohnungsbau darstellen.

Darüber hinaus sei es auch wichtig, dass Bund und Länder sich verlässlich und langfristig für den sozialen Wohnungsbau engagieren. Lewe betonte außerdem, dass der Bund nur mit der geplanten Änderung des Grundgesetzes zum sozialen Wohnungsbau über das Jahr 2019 hinaus in der finanziellen Verantwortung bleiben kann. “Die Aufgabe ist so wichtig, dass der Bund sein finanzielles Engagement im Wohnungsbau dauerhaft und mindestens auf heftigem Niveau über 2021 hinaus fortsetzen muss”, sagte er.

Auch zum Beschluss der Länder, die Landesbauordnungen zu harmonisieren und länderübergreifende Typenbaugenehmigungen möglich zu machen, hat sich der Präsident des Deutschen Städtetages geäußert. Dazu sagte er: “Das sind wichtige Voraussetzungen, damit schneller und in Serie kostengünstiger gebaut werden kann. Jetzt müssen die Länder diese Vorhaben zeitnah verwirklichen.”

Für eine Trendwende auf dem Wohnungsmarkt müssten alle Partner des “Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen” an einem Strang ziehen.

 

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