Eine Milliarde für Batteriezellen

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Elektroautos sind das bekannteste Anwendungsfeld für Batteriezellen. (Foto: Joenomias, CC0, https://pixabay.com/)

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) plant einen finanziellen Anschub für die Förderung einer Batteriezellenfertigung. Dafür werde die Bundesregierung bis 2021 eine Milliarde Euro aus dem Etat des Wirtschaftsministeriums zur Verfügung stellen. Im Frühjahr soll entschieden werden, wo die erste deutsche Batteriezellfabrik gebaut werden soll.

Altmaier dazu: “Die Elektromobilität wird die Zukunft der Mobilität erheblich bestimmen. Ein großer Teil der Wertschöpfung liegt dabei in der Batterie. Wir brauchen deshalb in Deutschland und Europa wettbewerbsfähige, innovative und umweltschonende Herstellungskapazitäten für Batteriezellen. Damit wollen wir Arbeitsplätze und Know-How langfristig sichern und eine Abhängigkeit unserer Hersteller von außereuropäischen Märkten verhindern.”

Wie Altmaier bestätigt, gebe es ein wachsendes Interesse von Firmen zum Aufbau einer Batteriezellen-Produktion. Es seien mehrere Konsortien dabei, sich zu bilden. Bis zum Ende des ersten Quartals 2019 solle es konkrete Investitionsentscheidungen für eine solche Fabrik geben. Auch der Sitz ist noch unklar, viele Bundesländer hätten aber bereits Interesse signalisiert, so der Minister. Langfristig solle es um mehrere Standorte gehen. Geplant sei außerdem eine grenzüberschreitende Kooperation.

Die Anwendungsfelder für Batteriezellen gehen dabei über Elektrofahrzeuge hinaus und reichen von industriellen Anwendungen über Power Tools bis hin zu großen stationären Batteriespeichern. “An dieser Wertschöpfung muss die deutsche Industrie teilhaben und Maßstäbe setzen. Die Bundesregierung flankiert den Aufbau der Elektromobilität und begleitet den damit verbundenen Strukturwandel der Automobilindustrie durch geeignete Rahmenbedingungen und Fördermaßnahmen”, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium.

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