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Rettungsgassen funktionieren oftmals nicht

In 80 Prozent aller Fälle verlieren hierzulande Helfer des Rettungsdienstes wertvolle Zeit, weil die Rettungsgasse blockiert wird. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hervor. An ihr haben sich insgesamt 96 DRK-Rettungsteams aus Baden-Württemberg, Bayern, dem Saarland, Niedersachsen, Berlin und Sachsen beteiligt.

DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt sagte zu den Resultaten der Befragung: “Diese Zahlen sind erschreckend. Gerade wenn es um Menschenleben geht, zählt jede Sekunde.” Sie appellierte an die Verkehrsteilnehmer, mehr Respekt gegenüber den Notfallhelfern aufzubringen. “Notärzte und unsere Einsatzteams retten Leben. Das sollte sich jeder immer wieder vor Augen halten”, so Hasselfeldt.

Nur bei 15,6 Prozent der ausgewerteten Einsätze wurde nach Angaben von DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin spontan eine Rettungsgasse gebildet. Bei 35,4 Prozent erst nach Aufforderung durch ein Sondersignal. Mehr als ein Fünftel habe gar nicht reagiert. 86 Prozent der behindernden Fahrzeuge waren Autos. “Der durchschnittliche Zeitverlust bei diesen Einsätzen wurde auf bis zu fünf Minuten geschätzt. Für einen Patienten, der reanimiert werden muss, kann dann jede Hilfe zu spät sein”, warnte Sefrin. Er verlangte: “Zu diesem Thema muss unbedingt mehr aufgeklärt und Verstöße strenger geahndet werden.”

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