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Verteidigung zwischen 5G und KI

“Was müssen wir tun, um unsere Einsätze auch in Zukunft zu dominieren?”, wirft Generalmajor Reinhard Wolski und Amtschef für das Amt für Heeresentwicklung der Bundeswehr auf der Berliner Sicherheitskonferenz 2018 ein. In der Lösung für die Verteidigung des Landes spielt auch die Digitalisierung eine Rolle – neben 5G und KI braucht es jedoch eine weitere Komponente.

“Wir müssen heutzutage Informationen auf den schnellsten Wegen verarbeiten, speichern und auch weiterleiten können. Die Digitalisierung hat die Arbeitsweise der Hauptquartiere verändert”, fuhr er fort. In einem komplexen Einsatzfeld müssten Soldaten, Marine und Cybereinsätze gemeistert werden. Dies erfordere eine Synchronisierung der unterschiedlichen Einsatzbereiche und die Verarbeitung einer großen Vielzahl an Informationen.

Die Verarbeitung ist ein Aspekt, der teilweise Kopfzerbrechen bereitet. “In den großen Hauptquartieren werden nur 25 Prozent der Informationen verwendet. Der Rest ist “Abfall”, weil die aktuellen Systeme die weiteren Informationen nicht aufbereiten können”, gibt Terry Halvorsen, CIO von EVP, IT und mobile Kommunikation von Samsung Electronics, zu verstehen. Für ihn stelle für die verbesserte Datenverarbeitung das 5G-Netz eine Lösung dar. Dieses könne beispielsweise in Fahrzeugen implementiert werden, wodurch größere Datenmengen schneller ausgetauscht würden.

KI auf den Schlachtfeldern

Auch Dr. Dr. Gerhard van der Giet, ehemaliger CIO der Bundeswehr und Senior Consultant von der Computacenter AG sieht in der Technik eine wichtige Voraussetzung: “Wir werden nicht nur menschliche, sondern auch maschinelle Intelligenz auf den zukünftigen Schlachtfeldern sehen. Weshalb wir uns damit intensiver beschäftigen müssen.” Denn KI werde sich seines Erachtens so schnell entwickeln, dass die menschlichen Entscheidungen hinterherhinken würden.

Wohingegen Konteradmiral Dr. Thomas Daum, Chef des Stabes der NCIA, neben den technischen Aspekten noch einen weiteren in den Fokus rückt: “Unsere Herangehensweise konzentriert sich bei der Digitalisierung der NATO vor allem auf die Menschen und die Prozesse.” Das Ringen um Talente unter den mittlerweile “Digital Natives” brauche moderne Arbeitsplätze und resiliente Infrastrukturen. Denn die jungen Potenziale möchten mindestens die gleichen digitalen Lebensverhältnisse wie aus ihrem Alltag vorfinden. “Des Weiteren müssen wir unsere Mitarbeiter ständig weiter- und fortbilden.” Gleichzeitig müssten auch die Beschaffungsprozesse überdacht werden. Wenn Technologie beschafft werde, dann müssten auch die Vergabeprozesse effizienter und schneller geschehen. Damit die Technologie bei Erhalt nicht bereits veraltet sei. “Wir haben dies in der NATO mittlerweile verändert – nach 15 Jahren”, so der Konteradmiral.

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