BDBOS beansprucht weitere Frequenzen

0
1280
Fordert zusätzliche Frequenzen im 450 MHz-Bereich: BDBOS-Präsident Andreas Gegenfurtner. (Foto: BS/Giessen)

Die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) will Frequenzen im 450 MHz-Bereich erhalten. Diese stünden zwischen 450 und 470 MHz ab Anfang 2021 zur Verfügung. Wenn auch zunächst nur 2 x 4,74 MHz. Trotz dieser Begrenzung braucht die BDBOS diese Frequenzen, um die einsatzkritische Kommunikation der BOS auch in Zukunft sicherstellen zu können. Denn: “Frequenzen sind die Macht der Zukunft”, so ihr Präsident Andreas Gegenfurtner.

Für die Zukunft sieht der BDBOS-Präsident hybride Netze für die Realisierung von Breitbandanwendungen mit hohem Datenvolumen als beste Option. Diese sollten sich einerseits aus einem BOS-Basisnetz zusammensetzen, das auf bestehender Digitalfunkinfrastruktur mit eigenen Frequenzen im Bereich 450 und 700 MHz beruhe. Andererseits sollten die BOS zudem kommerzielle Mobilfunknetze mitnutzen können. Dort müssten die Einsatzkräfte allerdings mit garantiertem Vorrang behandelt werden, verlangt Gegenfurtner. Schließlich gelte: “Kommunikation ist eine unserer Lebensadern”.

Der 450- und der 700 MHz-Bereich diene als Rückfallebene beim Ausfall kommerzieller Netze und als Basisebene im Alltagsbetrieb des BOS-Digitalfunknetzes, so Gegenfurtner weiter. Insgesamt gelte mit Blick auf Hybridnetze: “Das Paket bildet die Lösung.” Dazu brauche er aber die 450 MHz. Und noch etwas ist ihm wichtig: In den Standardisierungsprozess für 4G und insbesondere für die nächste Mobilfunkgeneration 5G müssten die BOS-spezifischen Anforderungen aktiv eingebracht werden.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here