- Werbung -
Start Verteidigung "Partner sein über den Ozean hinaus"

“Partner sein über den Ozean hinaus”

Transatlantisch handeln – das sei die Devise, um militärische Mobilität zu gewährleisten, ist sich Dr. Thomas Kauffmann, Vice President International Business und Services von General Dynamics European Land Systems (GDELS), sicher. Allerdings gebe es auf der einen Seite menschengemachte und auf der anderen natürliche Hindernisse, die dies erschweren.

Beispielsweise sei es der Geografie und den verschiedenen Zeitzonen geschuldet, dass eine weitreichende Mobilität gehemmt werde, so Kauffmann. Menschengemachte Hindernisse hingegen bestünden vor allem in infrastrukturellen Gegebenheiten. So seien Tunnel oder Brücken oftmals nicht ausgerichtet auf die speziellen Fahrzeuge, die für militärische Zwecke eingesetzt werden. “Wir haben eine alternde Infrastruktur”, kritisiert der GDELS-Vizepräsident. Also sei Funktionalität bei den Fahrzeugen, der Ausrüstung sowie den Systemen gefragt – ebenso müsse man auf Interoperabilität zwischen den Staaten setzen.
Generalleutnant a.D. Frederick Benjamin Hodges vom Center for European Policy Analysis (CEPA) ergänzt im Rahmen der 17. Berliner Sicherheitskonferenz: “Wir brauchen diese Möglichkeiten, damit die Politik Signale senden kann.” Diese sei wiederum gefragt, wenn es um Investitionen in die militärische Mobilität geht. In der Luft, an Land und zur See gleichermaßen solle Geld in die Hand genommen werden, damit Transporte schneller und sicherer erfolgen könnten.

Aber auch bezüglich der benötigten Technologien seien grenzübergreifende Kooperationen erforderlich, bemerkt Giovanni Soccodato, Chief Strategy & Innovation Officer beim italienischen Technologieunternehmen Leonardo S.p.A. Nationale Pläne und die dafür erforderliche Technik müssten “so weit wie möglich koordiniert” werden. Besonders vor dem Hintergrund zunehmender Cyberangriffe sei eine enge Zusammenarbeit mit Industriepartnern oberstes Gebot. “Wir müssen die souveränen Lösungen bündeln und Partner über den Ozean hinaus sein”, fordert Soccodato.

Auch Udo F. Littke, Managing Director & Chief Operating Officer bei Atos Germany, sieht die Cybersicherheit als immer wichtiger werdenden Faktor an. In Zukunft spiele sich die Kriegsführung vor allem im Cyberbereich ab sowie mithilfe von Drohnen. Disruptive Technologien wie künstliche Intelligenz, erweiterte und virtuelle Realität, Echtzeitdatenübertragung und Quantencomputing erlauben, dass “man nicht mehr unbedingt anwesend sein muss, um Krieg zu führen”, so Littke.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

- Werbung -
- Werbung -