Australische Auswahlentscheidung für MALE UAS

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Australien hat sich zum Kauf einer Flotte unbemannter Aufklärungsflugzeuge (UAS) der Kategorie MALE (“medium-altitude long-endurance”) von General Atomics Aeronautical Systems (GA-ASI) entschlossen. Insgesamt sollen zwischen 12 und 16 ferngesteuerte Flugzeuge der MQ-9-Serie beschafft werden, so der australische Verteidigungsminister Christopher Pyne. Die Inbetriebnahme der Systeme durch die Royal Australian Air Force ist für 2022/2023 geplant. Im nächsten Schritt werden Preise und Verfügbarkeit der in Frage kommenden MQ-9-Varianten angefragt.

In Frage kommt die MQ-9A “Predator B Block 5”, die in großer Stückzahl gefertigt und von der U.S. Air Force bereits genutzt wird. Die europäischen NATO-Partner Frankreich, Spanien und die Niederlande hatten sich ebenfalls für die Beschaffung dieser MQ-9-Version entschieden. Als weitere Option kommt auch die MQ-9B “SkyGuardian” in Betracht. Das weltweit erste nach dem NATO-Standard STANAG 4671 zertifizierbare MALE UAS wird auch von Großbritannien und Belgien beschafft. Dank eines von GA-ASI mit Partnern entwickelten Kollisionsvermeidungssystems (“Detect and Avoid”) ist die MQ-9B “SkyGuardian” das erste MALE UAS, das im zivilen, nicht-segregierten Luftraum eingesetzt werden kann.

Anfang 2017 gründete GA-ASI mit führenden Unternehmen der Verteidigungswirtschaft in “Down Under” ein breit aufgestelltes Industrieteam, um gemeinsam lokale Wertschöpfungspotenziale bei Herstellung und Unterstützung der Systeme zu realisieren. Das im australischen Weißbuch 2016 vorgesehene Budget für den Kauf von 12 bis 16 MALE UAS beträgt zwischen ein und zwei Milliarden Australische Dollar, derzeit 640 Millionen bis 1,28 Milliarden Euro.

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