Große Anti-Mafia-Razzia

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An den Durchsuchungen in Deutschland waren auch Angehörige von polizeilichen Spezialeinheiten beteiligt. (Foto: Andreas Trojak, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Im Zuge einer breit angelegten Razzia gegen Angehörige von Mafia-Gruppierungen sind in mehreren Staaten Immobilien durchsucht und Personen verhaftet worden. Es gab mindestens 90 Festnahmen. Zudem wurden Barmittel und Drogen sichergestellt, darunter vier Tonnen Kokain sowie rund 140 Kilogramm Ecstasy-Tabletten. Neben Razzien in Deutschland gab es polizeiliche Aktionen in Italien, den Niederlanden und Belgien sowie in Südamerika.

Hierzulande fanden die Razzien laut Bundeskriminalamt (BKA) vor allem in Nordrhein-Westfalen, dort u.a. bei Köln und in Duisburg, sowie in Bayern statt. Dort seien 23 Objekte durchsucht worden. Auch in Thüringen und Berlin waren Polizisten in entsprechenden Aktionen aktiv. Dabei wurden in Deutschland 14 Tatverdächtige verhaftet. Einer der Hauptverdächtigen wurde in Pulheim bei Köln festgenommen. Koordiniert wurde die internationale Organisation mit dem Namen “Pollino” von der Einheit für justizielle Zusammenarbeit der Europäischen Union (Eurojust) mit Sitz in Den Haag. Von dort hieß es, dass die ersten Ermittlungen bereits 2016 begonnen hätten.

Im Zusammenhang mit den Razzien wird in Deutschland auch gegen mehrere Beamte ermittelt. Sie sollen Dienstgeheimnisse verraten haben, hieß es von der Duisburger Staatsanwaltschaft. Konkreter geht es um die Weitergabe von Informationen an mögliche Verdächtige. Bei den Beschuldigten handelt es sich um zwei Polizeibeamte, eine Regierungsbeschäftigte der Polizei, eine Verwaltungsmitarbeiterin und eine ehemalige Stadtbeschäftigte.

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