Den Epochenwechsel aktiv mitgestalten

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Dr. Markus Söder bekräftigte bei der Präsentation seiner Regierungserklärung den Plan, neben den zentralen Digitalisierungsthemen auch die Raumfahrt fördern zu wollen. (Foto: BS/Twitter Markus Söder)

Der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder (CSU) hat Anfang der Woche seine Regierungserklärung für die neue Legislaturperiode im Münchner Landtag abgegeben. Zentrales Element der Strategie für die nächsten fünf Jahre ist dabei die Digitalisierung. Da die Entwicklung des Landes von der Digitalisierung abhänge und die Arbeit mit Daten, auch als monetäre Währung, immer essentieller werde, müsse man die digitale Transformation aktiv gestalten, so Söder.

Um die weitere Entwicklung zentral steuern zu können, habe man “als erstes Bundesland ein eigenes Ministerium für Digitalisierung gegründet. Es ist zuständig für die strategische Ausrichtung der Digitalisierung, die Koordinierung der Ressorts und die ethischen und gesellschaftlichen Fragen der Digitalisierung.” Für die Koordination mit den anderen Ministerien soll zudem zweimal im Jahr ein Digitalisierungskabinett aller betroffenen Ressorts zusammenkommen und ein jährlicher Digitalisierungsgipfel veranstaltet werden. Auch mit den anderen Bundesländern will Söder zusammenarbeiten. So soll beispielsweise mit Nordrhein-Westfalen eine Zukunftskommission ins Leben gerufen werden.

Breitband, Digitale Bildung und KI

Als Grundlage für eine erfolgreiche Digitalisierung sieht Söder den Ausbau der Breitbandinfrastruktur. Bis 2025 sollen daher alle Haushalte im Freistaat gigabitfähig gemacht werden. Auch bei 5G will man vorn dabei sein und sich neben dem Bau von mindestens 1.000 neuen Sendemasten um die Modellregion des Bundes bewerben. Zudem soll es Pilotprojekte über das Land verteilt geben.

Wichtig für den Erfolg einer digitalen Zukunft ist für die bayerische Landesregierung auch die Bildung. Insgesamt sollen hierfür 50.000 digitale Klassenzimmer eingerichtet werden sowie 5.000 neue Lehrer eingestellt werden. “Vor allem in drei strategischen Bereichen wollen wir neue Impulse setzen: Künstliche Intelligenz, Luft- und Raumfahrt und Supercomputing.” So soll ein Kompetenznetzwerk  zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) eingerichtet werden, das mit mehr als 280 Millionen Euro gefördert werden soll. An der TU München soll zudem “die größte Raumfahrfakultät Europas” gegründet werden. Abschließend soll der Bau von Supercomputern weiter gefördert werden und perspektivisch ein Quantencomputer in Bayern entwickelt werden.

Die Digitalisierung in Bayern steht im Zentrum des 5. Zukunftskongress Bayern am 7. Februar 2019 in München. Eröffnet wird der Fachkongress mit einer Keynote der bayerischen Digitalministerin Judith Gerlach. Weitere Infos finden sich hier.