Deutschland nicht vorbereitet

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Terroristische Anschläge in Städten sind noch ein recht junges Phänomen. Für diese neue Herausforderung, zum Beispiel durch Explosionen, Attentate mithilfe von Fahrzeugen sowie sogenannte Überfahrtaten, scheinen die Behörden noch keine wirklich adäquate Lösung gefunden zu haben. Poller und Barrieren helfen jedenfalls offenbar nur bedingt.

Davon geht Professor Norbert Gebekken von der Universität der Bundeswehr in München aus. Er sagt: “Barrieren und Poller sind nicht mehr als psychologische Maßnahmen.” Außerdem könnten sie, etwa wenn sie von einem schweren Lastkraftwagen getroffen würden, selbst gefährlich werden. Dann bestehe die Gefahr, dass sie das Fahrzeug entweder gar nicht aufhielten oder dass umherfliegende Teile Personen verletzten. Mittlerweile gebe es glücklicherweise aber andere Schutzmöglichkeiten für Großveranstaltungen und Menschenansammlungen. Diese seien oftmals städtebaulicher Natur, so Gebekken. Dazu gehörten unter anderem gewundene Straßen, die automatisch die gefahrenen Geschwindigkeiten reduzierten. Für den Wissenschaftler steht jedenfalls fest: “Urbanität und baulicher Schutz vor Terrorakten müssen kein Widerspruch sein.”

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