Guter Gesundheitszustand der Berliner Wälder

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Die Auswirkungen des diesjährigen Hitzesommers auf den Zustand der Berliner Waldbäume werden sich voraussichtlich erst in den nächsten Jahren zeigen. (Foto: Evgeni T., CC0 1.0, www.flickr.com)

Bei der Begutachtung der Berliner Waldbäume wurde keine erhebliche Zunahme der sichtbaren Schäden festgestellt. Das ist das Ergebnis des vom Staatssekretär für Umwelt und Klimaschutz, Stefan Tidow, vorgestellten Berliner Waldzustandsberichts 2018. Die Bäume befinden sich in dem gleichen Gesundheitszustand, den sie vor den trockenen, heißen Sommern in den Jahren 2015 und 2016 aufwiesen. Die Auswirkungen des diesjährigen Hitzesommers auf den Zustand der Berliner Waldbäume werden sich aber voraussichtlich erst in den nächsten Jahren zeigen.

Der Gesamtanteil der Bäume, die keinerlei Schäden zeigen, liegt bei 27 Prozent. 60 Prozent der Bäume in den Berliner Wäldern sind Kiefern; davon weisen 23 Prozent keine sichtbaren Schäden auf, 14 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Der Waldanteil der Eichen liegt bei 21 Prozent. 22 Prozent der Eichen haben unter den Auswirkungen der Dürre nicht gelitten; somit bleibt der Anteil der nicht geschädigten Eichen wie im Vorjahr. Ausreichend mit Wasser und Nährstoffen wurden die Berliner Waldbäume in der ersten Hälfte des Jahres 2018 versorgt. Aufgrund der nachhaltigen Waldbewirtschaftung konnten sie vor biotischen Schäden durch Insekten und Pilze geschützt werden.

Stefan Tidow sagte: “Der Berliner Wald ist stabil und in einem guten gesundheitlichen Zustand. Damit der Wald künftig den Klimaveränderungen gewachsen ist, wird er weiterentwickelt und zukunftsfähig gemacht. Das Jahr 2018 zeigt, dass die Klimaveränderungen inzwischen spürbar sind.” Im Rahmen des Mischwald-Programms werden Kiefernwälder seit 2012 durch die Pflanzung und Aussamung von Laubbäumen angereichert und mittelfristig in einen klimatoleranten Mischwald umgewandelt.

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