NRW und EU fördern Datensicherheit in Krankenhäusern

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Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen ermitteln und speichern hochsensible und gesundheitsrelevante Daten ihrer Patienten. Der Schutz dieser Daten sollen mit dem Förderprojekt weiter verbessert werden. (Foto: BS/AlarconAudiovisual/www.pixabay.com)

Das Land NRW fördert die IT-Sicherheit medizinischer Einrichtungen im Rahmen seines EU-geförderten Strukturprogramms EFRE.NRW mit mehr als 1,7 Millionen Euro. Die Förderbescheide überreichte für das Konsortium rund um das Projekt MITSicherheit.NRW überreichte der nordrhein-westfälische Wirtschaftsstaatssekretär Christoph Dammermann in der vergangenen Woche.

Ziel der sechs Projektpartner aus Ruhr-Universität Bochum, Fachhochschule Münster, GData Advances Analytics GmbH, VISUS Health IT und der radprax-Gruppe und MedEcon Ruhr ist es, IT-Schwachstellen von Gesundheitsanwendungen bereits in der Entwicklungsphase zu erkennen und anschließend zu analysieren, wie diese noch vor der Marktreife behoben werden können. Zu diesem Zweck sollen die Unternehmenspartner unter Leitung des Gesundheitswirtschaftsverbundes MedEcon Ruhr neue IT-Produkte und IT-Dienstleistungen für medizinische Versorgungszentren in 400 Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen erproben. In die Entwicklung der Produkte sollen dabei die Forschungsergebnisse der Ruhr-Universität Bochum sowie der FH Münster einfließen. Die im Projekt erarbeiteten Lösungen sollen anschließend auf einer Kompetenzplattform für Cybersicherheit in der Gesundheitswirtschaft offen zugänglich gemacht werden.

Für Dammermann ist die Sicherheit medizinischer Dienste von essentieller Wichtigkeit: „Die Landesregierung strebt eine flächendeckende Vernetzung der Daten in der Gesundheitsversorgung an. Dabei sollen die Patienten allerdings nicht befürchten müssen, dass ihre Daten durch Fremde ausgespäht oder medizinische Geräte von Hackern ferngesteuert werden. Die Partner von MIT-Sicherheit sorgen mit ihrem Projekt für das höchst mögliche IT-Sicherheitslevel in den Krankenhäusern. Damit legen sie einen wichtigen Grundstein für eine erfolgreiche Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft in Nordrhein-Westfalen.“

Geteilte Förderung von NRW und EU

Das Projekt MITSicherheit.NRW wurde im Rahmen des Leitmarktwettbewerbs „Gesundheit“ von einer Fachjury zur Umsetzung ausgewählt. In diesem Förderaufruf werden innovative Dienstleistungen und digitale Prozesse in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gefördert. Insgesamt stehen für den Leitmarktwettbewerb Fördermittel in Höhe von circa 60 Millionen Euro zur Verfügung, die aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Landesmitteln stammen. Der Leitmarktwettbewerb ist Teil des EFRE.NRW-Programms 2014-2020.