Lufthoheit im Ernstfall absolut unerlässlich

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Das Luftwaffentruppenkommando in Köln-Porz hatte zum Neujahresempfang geladen. Dessen Kommandierender General, Generalleutnant Dipl.-Ing. Helmut Schütz, konnte sich über 250 Teilnehmer freuen. In seiner Rede ging der General auch ins Grundsätzliche. Die Kultur der Einsatzbereitschaft sei in der NATO als abgesprochenes Ziel vereinbart. Das sei aber unter personellen, finanziellen und materiellen Bedingungen derzeit für die Bundeswehr eine Herausforderung.

Auch die Luftwaffe sei an einigen internationalen Einsätzen der Bundeswehr dauerhaft beteiligt, was Kräfte binde. Ausdrücklich nahm Schütz die in die Kritik geratene Flugbereitschaft der Bundeswehr in Schutz. Hier herrsche hohe Professionalität und die Einsatzfähigkeit der Flugbereitschaft sei generell vergleichbar mit einer Fluggesellschaft. Dennoch habe es aus verschiedenen Gründen mehrere Probleme gegeben, räumte der General ein, die aber in der Öffentlichkeit allzu sehr hochgespielt worden seien.

General Schütz beschrieb die aktuellen Herausforderungen in der Sicherheitspolitik: eine Infragestellung des INF-Vertrages, zusätzliche Risiken durch Cyber und KI, terroristische Bedrohungen sowie die Ausrüstungslage der Bundeswehr selbst. Es sei daher dringend notwendig, die Luftwaffe wieder in die Fähigkeit zu versetzen, auch im Ernstfall die Lufthoheit zu halten, denn dies sei für die bodengebundenen Verbände die notwendige Voraussetzung, ihre Operationsfähigkeit aufrecht zu erhalten.

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