Neuer CDO solls richten

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Ahaus will seine Stadtverwaltung digitalisieren und hat dafür zwei neue Stellen geschaffen. (Foto: geralt, CC0, https://pixabay.com/)

Wie sich eine Kommune erfolgreich digital aufstellen kann, wird Thema beim Netzwerk Digitaler Staat sein. Die nordrhein-westfälische Stadt Ahaus macht es vor und schafft gleich zwei neue Stellen, die sich um die Digitalisierung in der Verwaltung kümmern sollen.

In der Stadtverwaltung von Ahaus soll zukünftig ein “Chief Digital Officer” (CDO) Strategien für die digitale Transformation im Rathaus entwickeln. Die Entscheidung ging auf einen Antrag zurück, den die CDU-Fraktion zu den Haushaltsberatungen einbrachte. Der Ausschuss genehmigte die Stelle, die als Stabstelle beim Ersten Beigeordneten Hans-Georg Althoff angesiedelt und tarifvertraglich nach E12 dotiert ist.

Ursprünglich sollte eine zusätzliche Stelle, dotiert nach E10, im entsprechenden Fachbereich geschaffen werden. Daraufhin legte die CDU den weitergehenden Antrag vor. “Wir wollen, dass die Digitalisierung eine entsprechende Wertigkeit im Rathaus erfährt”, erläutert Fraktionsvorsitzender Thomas Vortkamp. “Wir sehen die Stelle fachbereichsübergreifend, entsprechend positioniert und dotiert.” Die Stadtverwaltung plane allerdings mit einer Stelle, die organisatorische ebenso wie operative Aufgaben vorsehe, warf Althoff ein. Nun wird es neben der E10-Stelle im Fachbereich auch die Stabstelle beim Ersten Beigeordneten geben.

Eines der zu bearbeitenden Projekte wird die Einrichtung einer Bürger-App sein. Zwar hat die Stadt auf ihrer Website bereits das Portal “Sag’s uns Ahaus” installiert, über welches die Bevölkerung der Verwaltung Mängel oder Probleme im Stadtbild mitteilen kann. Die SPD-Fraktion hat aber einen Antrag gestellt, das Online-Angebot um eine App zum Melden von Mängeln zu erweitern. Hier könne zusätzlich ein entsprechendes Foto gemeinsam mit den Standortdaten direkt an die Verwaltung gesendet werden. Die Verwaltung prüft nun technische und finanzielle Voraussetzungen für die Einwohner-App.

Das Themengebiet Smart Cities rund um die Digitalisierung in der Kommune wird ein Schwerpunkt beim Netzwerk Digitaler Staat des Behörden Spiegel sein. Der Kongress findet statt vom 2. – 3. April 2019 in Berlin. Akteure aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft werden gemeinsam diskutieren, wie der Weg in die digitale Zukunft der Verwaltung fortentwickelt werden kann.

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter: www.digitaler-staat.org.

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