Tausendfach abgehoben

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Die Zivilschutz-Hubschrauber des Bundes haben im vergangenen Jahr fast 15.500 Einsätze absolviert. Insgesamt hoben sie 15.485-mal von einem der bundesweit zwölf Luftrettungszentren ab. Dabei wurden 4.521 Patienten transportiert, 240 mehr als 2017. Die Crews absolvierten 5.425 Flugstunden.

Insgesamt sind in Deutschland 18 Zivilschutzhubschrauber unterwegs. Darunter befinden sich zwei Maschinen des Musters H135, die erst letztes Jahr angeschafft wurden und besonders für Einsätze in Bergregionen geeignet sind. Beschafft und verwaltet wird die Flotte vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Dessen Präsident, Christoph Unger, sagte angesichts der Einsatzzahlen in 2018: “Der Bund ist sich seiner Verantwortung in der Unterstützung der Luftrettung mit den Zivilschutz-Hubschraubern bewusst. Die konstant hohen Einsatzzahlen belegen ihre wichtige Rolle.” Und Hannes Wendler, Vorstandsmitglied der Johanniter-Unfallhilfe Niedersachsen/Bremen ergänzte: “Der schnellste und kürzeste Weg zum Einsatzort ist häufig der aus der Luft.” Die Zivilschutz-Hubschrauber bildeten deshalb eine wesentliche Säule im Rettungswesen, um schnelle Hilfe in akuten Notsituationen gewährleisten zu können.

Die Piloten der Maschinen werden von der Bundespolizei gestellt, die auch für die Wartung der Hubschrauber zuständig ist. Die Notärzte kommen in der Regel vom jeweiligen Stationskrankenhaus und die Notfallsanitäter von den Hilfsorganisationen und Berufsfeuerwehren.

Die meisten Einsätze verzeichnete der Standort in Kempten (1.607). Auf den weiteren Plätzen folgen Hamburg (1.597) sowie Hannover (1.480). Dort ist auch ein Luftrettungssimulator stationiert, in dem Besatzungen aus dem gesamten Bundesgebiet weitergebildet werden. Ein Fokus liegt dabei auf der Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten (MANV).

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