Brandenburger Innenministerium erhält Digitalisierungsabteilung

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Das Brandenburger Innenministerium in Potsdam bündelt seine Digitalisierungsbemühungen, um effizienter und erfolgreicher bei der OZG-Umsetzung agieren zu können. (Foto: PeterBe/www.pixabay.com)

Das Innenministerium des Landes Brandenburg hat zur Konzentrierung seiner Digitalisierungsbemühungen eine neue Abteilung eingerichtet, die alle Fragen rund um die Thematik unter einem Dach behandeln soll.

Die zu diesem Zweck neu gegründete Abteilung 6 läuft unter der Bezeichnung “Digitalisierung, E-Government und IT-Leitstelle” und wird zu Beginn mit vier Referaten ausgestattet. Die Leitung des neuen Bereichs wurde vom bisherigen Leiter der Zentralabteilung des Innenministeriums, Jörg Wollny, übernommen. Seinen alten Posten hat nun der bisherige Leiter des Haushaltsreferates, Matthias Pawlitzky, inne. Für Katrin Lange, Staatssekretärin im Brandenburger Innenministerium, wurde die Umstrukturierung vor allem im Hinblick auf das Ziel einer erfolgreichen Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes bis Ende des Jahres 2022 notwendig: “Hierzu brauchen wir sinnvolle rechtliche und technische Rahmenbedingungen mit möglichst einheitlichen Regeln und Standards und eine ausgesprochen enge Koordination aller Beteiligten. Ganz besonders großen Wert lege ich dabei auf die gute Kooperation zwischen Land und Kommunen. Das Innenministerium  übernimmt die zentrale Rolle für die Digitalisierung der Landesverwaltung in Brandenburg. Daher brauchen wir diese neue Abteilung. Sie führt bislang in verschiedenen Bereichen des Ministeriums wahrgenommene Aufgaben zusammen. Ich meine, wir sind so gut aufgestellt, um die anstehenden und nicht ganz unbeträchtlichen Herausforderungen zu bewältigen.”

Die vier Referate des Brandenburger Innenministeriums teilen sich die Zuständigkeiten zur Digitalisierung folgendermaßen auf:

Referat 61: Recht, E-Government-Strategie des Landes Brandenburg, Zentrale Gremien, Strategische Zusammenarbeit mit den Kommunen sowie mit Wissenschaft und Forschung, Laufbahnordnungsbehörde Dienst als Informatiker sowie Open Data.

Referat 62: Landesweites Monitoring gemäß Onlinezugangsgesetz, Föderatives Informationsmanagement (FIM), Ausgestaltung der Basiskomponenten Portalverbund und Servicekonten sowie Zusammenarbeit mit den Modellkommunen.

Referat 63: Landesweite Verfahrensverantwortung für die E-Akte, E-Zusammenarbeit, das Kabinettinformationssystem sowie die Webredaktion, landesweite technische Verfahrensverantwortung PerIS sowie Fachaufsicht über den zentralen IT-Dienstleister ZIT-BB und das elektronische Dokumentenmanagementsystem ELDOK.

Referat 64: IT-Leitstelle, IT-Sicherheit sowie IT-Infrastruktur des Landes Brandenburg, Koordinierungsstelle für IT- und Cyber-Sicherheit im MIK sowie Verfahrensverantwortung für die IT-Basiskomponenten für Land und Kommunen.