Milliardenauftrag für Airbus / Lockheed aus dem Rennen um Tornado-Nachfolge

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Die Bundeswehr bestellt 33 neue Eurofighter, um ihre Flotte zu erneuern. Über die Nachfolge für den seit über 30 Jahre genutzten Tornado-Kampfjet ist aber noch nicht entschieden. (Foto: Dysanovic, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Dem Vernehmen nach wird die Bundeswehr bei Airbus 33 Eurofighter bestellen. Damit sollen alte Eurofighter der ersten Generation ersetzt werden. Schätzungen gehen von einem Wert von 100 Millionen Euro pro neuem Jet aus.

Endmontage und spätere Wartungsleistungen sollen am Airbus-Standort Manching stattfinden, auch der Standort in Augsburg soll von dem Großauftrag profitieren. Bauteile für den Eurofighter werden in mehren Ländern in Europa gefertigt.

Tornado-Nachfolge noch offen

Airbus hofft auf einen noch größeren Folgeauftrag, bei dem auch die rund 90 alten Tornados der Bundeswehr durch neue Eurofighter ersetzt werden könnten. Die Entscheidung über die Nachfolge steht noch aus. Bisher stand die Beschaffung des Tarnkappenbombers F-35 von Lockheed oder des Jets F-18 von Boeing als Alternativen zur Debatte. Nun soll Bundesverteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen (CDU) eine Prüfung beauftragt haben, inwieweit sich der Eurofighter in einer Jagdbomber-Version oder Boeings F-18 als Träger von Atomwaffen eignen, um somit die nukleare Teilhabe in der NATO nach 2025 zu sichern. Lockheed wäre damit aus dem Rennen um die Tornado-Nachfolge.

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