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Digitalisierungsbarometer macht Mängel deutlich

Das vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) in Auftrag gegebene “Barometer Digitalisierung der Energiewende” untersucht den Umsetzungsstand des Gesetzes für die Digitalisierung der Energiewende (GDEW). Während das Wirtschaftsministerium für das Berichtsjahr 2018 wichtige Meilensteine lobt, kritisiert der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) den Digitalisierungsgrad der Energiewende als “mehr als unzureichend”.

“Auf einer Skala von eins bis 100 erreicht die deutsche Energiewende lediglich einen Digitalisierungsgrad von 22. Das entspricht der Schulnote fünf, “nicht ausreichend”. Das ist ein inakzeptables Ergebnis für eine Industrienation, die einst eine Vorreiterrolle bei der Energiewende eingenommen hatte. Dabei ist die Digitalisierung dringend notwendig, um die deutsche Energiewende erfolgreich umzusetzen,” betont bne-Geschäftsführer Robert Busch. Ein dezentrales Energiesystem auf Basis erneuerbarer Energien mit einer Vielzahl an Akteuren und kleinen PV-Anlagen, Speichern, Wärmepumpen oder Ladepunkten für Elektroautos sei nur mit der Digitalisierung zu realisieren.

Die Zertifizierung eines Smart-Meter-Gateways Ende 2018 sei ein wichtiger Meilenstein gewesen und habe ein zentrales Signal für ein zukunftstaugliches Smart Grid gesetzt, heißt es vom BMWi. Der bne allerdings kritisiert, der Zertifizierungsprozess intelligenter Messsysteme gehe “komplett an den Bedürfnissen von Verbrauchern und Marktakteuren vorbei. Der Verband fordert, die gesetzlichen und behördlichen Vorgaben auf grundlegende Mindestanforderungen zu begrenzen. “Derzeit gibt es lediglich ein Smart-Meter-Gateway auf dem Markt, das vom BSI zertifiziert ist. Erst wenn mindestens drei Smart-Meter-Gateways zertifiziert sind, kann das Bundesamt eine Markterklärung abgegeben, welche Grundlage für den Rollout intelligenter Messsysteme ist. Allerdings können diese Smart-Meter-Gateways der ersten Generation kaum mehr Messdaten liefern, als die bisher genutzten analogen Zähler, so dass der Nutzen für den Kunden ohnehin gegen Null tendiert,” bemängelt Busch.

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