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Start Staat & Rathaus Hamburg testet die Geburtsanzeige ohne Behördengang

Hamburg testet die Geburtsanzeige ohne Behördengang

Die Freie und Hansestadt Hamburg will frischgebackenen Eltern dabei helfen, “Kinderleicht zum Kindergeld” zu kommen. So lautet der Titel eines neuen Projektes im Stadtstaat, der als Kooperationsprojekt von zwei Kliniken, zwei Standesämtern sowie den Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit und des Öffentlichen Dienstes bereits seit Juni vergangenen Jahres läuft.

Ziel des Projekts ist es, dass Eltern nach der Geburt des Kindes keinerlei Behördengänge mehr unternehmen müssen, um ihr Kind beim Amt anzumelden, einen Namen zu vergeben sowie Kindergeld zu erhalten. Statt bisher mehrerer einzelner Formulare wurden alle oben genannten Leistungen in einem einzelnen, dreiseitigen Formular zusammengefasst, welches die Eltern direkt in der Geburtsklinik ausfüllen und abgeben können. So will die Verwaltung junge Eltern in einer Zeit von Bürokratie entlasten, die ohnehin schon mit vielen einschneidenden Veränderungen im Leben einhergeht. So sollen nicht die Eltern laufen, sondern die Daten selbst. Das heißt konkret, dass Daten von den Institutionen untereinander ausgetauscht werden sollen, beispielsweise die Steuer-ID.

Seit Beginn im vergangenen Juni sind bei den Standesämtern auf dem neuen Wege rund 3.000 Anträge eingegangen. Diese werden durchschnittlich in der Hälfte der bisherigen Zeit bearbeitet, ein Kindergeldbescheid ist im Mittelwert innerhalb von gut neun Tagen bei den Eltern. In einem nächsten Schritt sollen zwei weitere Klinken hinzukommen und die Zahl der Geburten etwa verdoppeln; mittelfristig sollen alle Kliniken eingebunden werden, in denen Hamburger Kinder zur Welt kommen.

Das Angebot ist nicht nur bei den Eltern äußerst beliebt, sodass auch andere Klinken, Kommunen und Bundesländer bereits angefragt haben, das Projekt übernehmen zu wollen.

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